130410RohmannHarburg - Das Helms-Museum hat den künstlerischen Nachlass der im vergangenen Jahr verstorbenen Harburger Malerin, Grafikerin und Fotografin Margrit Rohmann

übernommen. Das Museum plant nun eine Werkschau mit einem Überblick zu ihrem Schaffen.
 
Die Künstlerin liebte es, die üblichen Sehgewohnheiten aufzubrechen und den Betrachter in eine eigene Welt aus Farben und Formen zu führen. Margrit Rohmann, die seit den 70er Jahren in Harburg und später in Hittfeld lebte, hinterlässt dem Helms-Museum zahlreiche Gemälde, Aquarelle, Druckstöcke und Fotografien. Bezeichnend für sie war ihr kraftvoller Malstil, mit dem sie alle schroffen Linien aus ihren Bildern verbannte. Zu ihren herausragenden Arbeiten gehören das Triptychon „Gesang der Schweigenden” und Fotos, die auf der Grundlage von künstlerischen Glasobjekten entstanden sind. In ihren Werken veränderte sie die Realität stets nur so weit, dass sie noch zu erkennen war. Ihr Ziel war es, durch diese Verfremdung den Betrachter zum Nachdenken zu bringen.
 
Margrit Rohmanns Arbeiten waren in zahlreichen Galerien in und um Hamburg zu sehen, zuletzt in der Produzentengalerie SchauRaum an der Schwarzenbergstraße. Die 1943 in Celle geborene Künstlerin studierte unter anderem bei Brigitte Nolden und Peter Fetthauer. Sie war in Harburg und im Landkreis durch ihr Engagement in vielen Bereichen präsent. Unabhängig von ihrer eigenen Arbeit hat sie viele Jahre als Dozentin an der Volkshochschule gearbeitet und gab ihren Schülern jährlich die Möglichkeit, unter dem Namen „Die Gruppe” ebenfalls auszustellen.
„Wer einen Künstlernachlass in seine Obhut nimmt, trägt Sorge für ein ganzes Lebenswerk”, so Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss, Direktor des Stadtmuseums Harburg/Helms-Museum. „Wir fühlen uns diesem Erbe verpflichtet und werden mit einer Ausstellung an die Vielfalt des Schaffens der Künstlerin Margrit Rohmann erinnern.”