130105MB011Harburg - Cool! Harburg ist noch bunter geworden. Mehr als 100 Straßenkünstler aus Harburg und Umgebung, die bis Berlin, Dortmund oder Kiel reicht, sind dem Ruf vom Verein „Großstadtraum“ gefolgt und haben mit Farbdosen, Pinsel und Rollen geschätzt einen halben Kilometer Flutschutzwand in die Harburger Kunstwand verwandelt. Vermutlich ist das das längste Kunstwerk Europa. Und wenn nicht, ist auch gut! Sehenswert ist es allemal! Mal sehen, wann sich der erste Touristenbus an den Bostelbeker Hauptdeich verirrt.

 

Dass Künstler keine Frühaufsteher sind, ist nicht unbedingt einen neue oder eine besonders aufregende Erkenntnis. So waren denn zum „offiziellen“ Beginn der Aktion „Butta bei di Fische“ um 10 Uhr nur vereinzelt ein paar Leute mit Dosen und Leitern auf dem Weg vom „Headquarter“, dem „Sprühkopf“ in der Nobléestraße, zum Bostelbeker Hauptdeich zu sehen. Auch Alexander Grieschat, einer der Ideengeber für Harburgs neuestes Schmuckstück, ließ sich so früh noch nicht blicken. Dafür war um diese Zeit schon jede Menge SPD-Bezirks- und Bürgerschaftsabgeordnete aufgelaufen. Endlich mal ein Erfolgserlebnis. Oder wollte man sich mit fremden Federn schmücken? Immerhin hatten Grieschat und seine Mitstreiter erste politische Unterstützung durch einen Antrag der Grünen in der Bezirksversammlung Harburg bekommen. „Das stimmt“, sagt die Barbara Lewy, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Bezirksfraktion. „Aber die haben sich danach nicht mehr darum gekümmert.“

Wie auch immer: Auf die Schulter können sich vor allem die beiden Heimfelder Alexander Grieschat und Nandor Olah klopfen, sie hatten die Idee und vor allem die Nerven, den ganzen Stress mit den Behörden durchzustehen. Und alles  durch war, auch noch eine juristisch stichhaltige Vereinsgründung hinzulegen.

Egal, nun ist alles in „Butta“, und ein Ausflug an den Bostelbeker Hauptdeich (von der B73 nach dem Bahnübergang gleich rechts, dann immer geradeaus und schließlich beide Seiten der Mauer bestaunen...) lohnt sich wirklich! ag