121121LegoL2Harburg - Der Chef des Helms-Museums Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss hatte es prognostiziert: "Diese Ausstellung wird ein Hit." Die seit dem 26. September laufende Lego-Ausstellung im Helms-Museum rekonstruiert Geschichte in Miniatur-Format und lädt kleine wie große Besucher auf eine Zeitreise durch das alte Rom, Griechenland und den Wilden Westen ein.

1,5 Millionen Lego-Steine, also 1,5 Tonnen Plastik, wurden in fünfmonatiger Handarbeit verbaut. Und siehe da: Der Museumsdirektor lag mit seine Einschätzung goldrichtig. Die Lego-Ausstellung erwies sich als Besuchermagnet. Seit September strömten rund 26.000 Besucher zur Leog-Schau in das Helms-Museum, allein in der letzten Woche kamen 2000 Besucher.

Damit dürfte die Lego-Welt, die Ausstellung "Eiszeit in Hamburg" als bisherige Rekord-Ausstellung mit 33.000 Besuchern ablösen. Museumsdirektor Weiss erklärt: "Ein Grund für den Erfolg liegt sicher im Wert der Marke Lego, der sehr hoch ist und bei den Leuten ankommt."

Doch neben der hohen Populatität und Beliebtheit der kleinen Bausteine, glaubt Weiss mit der Ausstellung ein neues Klientel anzusprechen: "Es kommen viele Familien mit Kindern. Wir registrieren am Verhalten der Kinder, dass sie selten oder noch nie in einem Museum gewesen sind."

Damit haben die Museumsverantwortlichen einen pädagogischen Doppeleffekt erzielt. "Auf der einen Seite merken die Kinder, dass Museum überhaupt nicht langweilig ist und zum Anderen haben wir sie spielerisch für das Thema Geschichte begeistert."

Die Ausstellung läuft noch bis zum 31. Januar, allerdings denkt das Museum aufgrund der positiven Resonanz schon jetzt über eine Verlängerung nach. Lego leitet sich übrigens aus dem dänischen "Leg Godt" ab, was übersetzt "spiel gut" bedeutet. Die Erfolgsstory der Ausstellung könnte man angesichts der Besucherzahlen mit dem Slogan "gar godt", also "läuft gut" versehen. (pw)