FlutschutzwandHarburg - Noch hat Harburg die Chance, mit einem 1160 Meter langen Kunstwerk weltweit für Aufmerksamkeit zu sorgen. Seit nun drei Jahren versuchen Alexander Grieschat und Nandor Olah von der Initiative „Gross Statt Traum“, ein Stück des Bostelbeker Hauptdeichs in einen Freiraum für Kunst umzuwandeln. Dort sollen sich Sprayer und andere Kreative austoben können – ganz legal. Einige Monate war es um dieses Projekt still geworden.

 

„Wir sind noch voll im Rennen“, sagt Grieschat. Es sei ihnen jetzt gelungen, für das Projekt einen Verein mit allem notariellen Drumherum zu gründen. Jetzt warteten sie auf eine Reaktion des Landesbetriebs Straßen, Brücken, Gewässer (LSBG). Der ist für die Flutschutzwand zuständig. Grieschat: „Wir wollen unseren Antrag mit dem Landesbetrieb abstimmen.“ Die Leute vom Gross Statt Traum sind vorsichtig geworden. Ihre erste Anfrage vor gut einem Jahr hatte der Landesbetrieb noch abgelehnt. Begründung damals: Die Hochwasserschutzanlagen, die der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg hat bauen lassen, sind auf einem hohen Standard ausgebaut worden und haben bislang alle nach 1976 eingetretenen Sturmfluten erfolgreich abgewehrt. Diese jahrzehntelange Periode ohne erhebliche Schäden führt zunehmend dazu, dass vielen Hamburgerinnen und Hamburgern langsam das Bewusstsein für die Gefahren durch Sturmfluten verloren geht. Deshalb legen wir besonderen Wert  auf die Wahrnehmung der Hochwasserschutzanlagen in Ihrer Funktion.“ Schließlich ließ sich der Landesbetrieb dann aber doch noch erweichen. Man darf gespannt sein, ob diese Position Bestand hat. mz