120725KuhtriftHeimfeld - Florian Foks versteht die Welt nicht mehr. Jahrelang hatte der junge Graffiti-Künstler eine meterhohe alte Wand in der Straße Kuhtrift gestaltet. Immer wieder neu. Manche Spaziergänger haben regelmäßig an der Freiluft-Galerie in der Haake vorbeigeschaut, um die wechselnden Kunstwerke zu bestaunen. Das Beste daran: Florian Foks ist völlig legal zu Werke gegangen. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, die die Mauer in der Gemarkung „Vahrendorfer Forst“ samt umliegenden Wald und Kuhtrift verwaltet, hatte ihm das erlaubt.

 

Damit ist jetzt Schluss. „Die haben mir die Erlaubnis entzogen“, sagt Foks. „Einfach so. Ich habe mich schon zweimal beschwert.“ Alles ohne Erfolg. Zu allem Überfluss steht seit einigen Tagen vor der Mauer auch noch ein ausgebrannter VW-Bus. Foks: „Ich habe keine Ahnung, was da passiert ist.“

Bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben war nur zu erfahren, dass der Wald verkauft werden soll. Zu weiteren Auskünften war man nicht bereit. Dafür liegt harburg aktuell ein Exposé vor, in dem der Wald zum Kauf angeboten wird. Insgesamt sollen 47 Hektar Wald, die Privatstraße Kuhtrift sowie ein Einfamilienhaus (Kuhtrift 7), ein Zweifamilienhaus (Kuhtrift 12) und eine Gewerbefläche mit vier Holzschuppen den Besitzer wechseln. Besonders interessant dürfte der Waldbestand (45 Prozent Laubbäume, 55 Prozent Nadelbäume sein) sein. mz