111211Stellwerk2Harburg - Der Jazzclub im Stellwerk ist Geschichte. Heiko Langanke, bislang Vorsitzender des Vereins, hat die Notbremse gezogen. Der Veranstaltungsort trug sich mit Jazz allein nicht. Jetzt ist mit Nandor Olah, Stephan Röhler und Alex Grieschat, alle von der Agentur Grossstadtraum, sowie Karsten Schölermann, dem Gründer in Betreiber des 1976 gegründeten Live-Clubs Knust, ein neues Team am Start.

Das wird ein wesentlich breiteres Programm bieten. Hauptsächlich werden es Veranstaltungen für jüngere Leute sein. "Wir werden vom Schwerpunkt Jazz weggehen und wollen einfach ein buntes Programm bieten. Es wird deutlich von Hip Hop, Funk und Soul geprägt sein", sagt Röhler. "Wir haben alle die letzten Jahre Erfahrungen mit unserer Agentur gesammelt, mit der wir Konzerte in ganz Hamburg organisierten. Diese Erfahrung fließt jetzt in das Stellwerk ein."

Der Name Stellwerk bleibt. Auch Jazz oder die Reihe Musik im Gespräch wird es weiter im Stellwerk geben. Dazu kommt der Club3einhalb, der ist das Zubrot. "Kultur allein verdient leider nicht genug Geld um wirtschaftlich arbeiten zu können", so Röhler. Der Club wird Basis für Veranstalter, die die Location mieten können. Die erzielten Einnahmen dienen dazu das Programm des Stellwerks mit zu finanzieren, das ohne öffentliche Gelder auskommen muss. Die erste Fremdnutzung ist bereits da, es wird eine Abi-Party sein.

Das Stellwerk mit seinem neuen Programm wird am Dienstag loslegen. Zwei Bands spielen ab 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Das Programm vom Stellwerk ist ab sofort auch im Terminkalender bei harburg-aktuell zu finden. zv