110905Putte1Harburg - Ein Schmuckstück ist wieder komplett. Seit Montagmorgen hat auf der Spitze des Thörlbrunnens die Putte wieder den Kranz in den Händen. Seit dem Zweiten Weltkrieg fehlte er. Bei einem der Luftangriffe auf Harburg

war der Brunnen beschädigt worden. Später wurde er an seinem ursprünglichen Standort abgebaut und eingelagert. 1977 bekam er seinen neuen Platz. Man hatte allerdings auf eine gute Restaurierung verzichtet. Die Putte stand seit dem mit Armstümpfen auf dem Brunnen.

Die letzte Zeit hat sie in Bahrenfeld verbracht. Beim Steinmetz Carl Schütt und Sohn wurde ihr wieder der Kranz angesetzt, der im Helms-Museum gelegen hatte. Steinmetz Hendrik Valteich und seine Kollegin Liliane Lange montierten gegen 10 Uhr die Putte. Am 30. September ab 19 Uhr wird mit einem Brunnenfest ab 17 Uhr die geglückte Sanierung des Brunnens gefeiert. Dann ist auch die Technik erneuert, damit das Wasser sprudeln kann.

Die Sanierung war lange an den Kosten gescheitert. Erst als der Bezirk 250.000 Euro  Sondermittel bekam, konnte mit der Sanierung des Brunnens und anderer Kunstwerke und Denkmäler in Harburg begonnen werden. Rund 80.000 Euro kosten die Arbeiten, bei denen auch die gesamte Technik erneuert wird. Ungeklärt war auch lange die Kostenübernahme für Strom, Wasser und Reparaturen.

In seinem ursprünglichen  Originalzustand wird der Brunnen, der 1914 vom Industriellen Friedrich Thörl gestiftet und von dem Bildhauer Prof. Rudolf Vogel realisiert wurde, auch nach dieser Restaurierung nicht sein. Ursprünglich umgaben ihn acht Säulen in Form eines Oktagons. Die kitschigen Dinger wird es auch in Zukunft nicht geben. zv

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