Fischbek - Der Leiter des Denkmalschutzamtes soll ganz verzückt gewesen sein. Für ihn ist die Rauchkate an der Cuxhavener Straße ein ganz besonderer Leckerbissen. Im Ausschuss

für Kultur, Sort und Freizeitgestaltung machte er sich für den Erhat des Gebäudes aus dem 17. Jahrhundert stark. Die Sache hat einen Haken. Das Denkmalschutzamt hat kein Geld. Jedenfalls nicht die 300.000 Euro, die geschätzt die fachgerechte Restaurierung des Gebäudes kosten würde. Der Bezirk verfügt ebenfalls nicht über die entsprechenden finanziellen Mittel. Dem Eigentümer ist es wirtschaftlich nicht möglich die Rauchkate zu erhalten - zumal das Gebäude, bis zu ihrem Tod vor drei Jahren, wohnte eine damals 90 Jahre alte Frau in dem Haus, nicht für Wohnnutzung nach heutigem Standard zu nutzen ist Die Idee es abzutragen und im Bereich des Museumsdorfs Kiekeberg wieder aufzubauen, wurde ebenfalls verworfen. Es würde zu viel Substanz verloren gehen. Zumindest für diesen Winter will das Denkmalschutzamt Geld locker machen, um weitere Frostschäden zu verhindern.

Die Hoffnung: Die Finanzbehörde kauft den historisch wertvollen "Kummerfall" und richtet die Rauchkate wieder her. Dazu müsste ein Verein gefunden werden, der das Ganze als Träger begleitet und sich später um das Gebäude kümmert. Das wird auch nicht ganz einfach. Denn die Kate ist alles andere als grozügig geschnitten und daher nur begrenzt für Aktivitäten, beispielsweise im kulturellen Bereich, geeignet.

Den Namen Rauchkate hat das Gebäude wegen der Nutzung als kombinierte Wohnung und Räucherkammer. Feuer wurde ursprünglich dort mit Buchenholz gemacht. Der Rauch zog unter dem Dach ab, wo Schinken, Fleisch, Fisch oder Wurst aufgehängt, geräuchert und so haltbar gemacht wurden. Laut Denkmalschutzamt soll das historische Gebäude im norddeutschen Raum einzigartig sein. zv