Harburg - Wenn der Tenor Daniel Behle den ur-hamburgischen Evergreen „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“

anstimmt, dann ist das eine wunderbare Mischung aus kultiviertem Gesang und norddeutschem „Slang“. Und es ist bei weitem nicht der einzige Hamburg-Song, den Behle im Repertoire hat. Im Rahmen der Niedersächsischen Musiktage treten Daniel Behle und das Schnyder Trio mit dem Programm „Mein Hamburg“ am Mittwoch, den 13. September um 19 Uhr im Speicher am Kaufhauskanal im Binnenhafen auf.

Präsentiert wird dieser musikalische Höhepunkt von der Sparkasse Harburg-Buxtehude, die Partner dieses außergewöhnlichen Konzertabends ist Veranstalter der Musiktage, die in der Zeit vom 2. September bis 1. Oktober an mehr als 50 Orten stattfinden, ist die Niedersächsische Sparkassenstiftung. Diese macht es seit Jahren mit großzügigen Förderungen möglich, hochkarätige Kultur einem vielschichtigen Publikum zu präsentieren.

Daniel Behle, geboren und aufgewachsen in Hamburg, lebt seit einigen Jahren in der Schweiz. Am meisten vermisst der Sänger das Wasser, gefolgt vom FC St. Pauli. Die Idee für die musikalische Liebeserklärung an Hamburg kam dem Sänger, als er an der Wiener Volksoper engagiert war: „Dieses Programm ist einer Sehnsucht zu verdanken. Viele Komponisten haben der Stadt Wien ein Denkmal gesetzt. Konfrontiert mit unzähligen Hymnen über Wetter, Frauen, Liebe, Kutschen oder Straßen wurde ich schon etwas neidisch, dass es so etwas in diesem Stil über meine Stadt im Norden nicht gibt.“

Das war der Auslöser dafür, dass sich Behle drei Jahre lang der Komposition und den Arrangements von Hamburg-Liedern widmete. Manche Lieder kennen wir von Hans Albers oder Shanty-Chören, aber nicht in dieser exquisiten Vertonung mit Klaviertrio und strahlendem Tenor. Behles kongeniale Partner sind die Mitglieder des Schnyder Trios. Und für viele Lieder des Programms hat Daniel Behle sogar den Text geschrieben – das sind die persönlichsten Grüße an seine Heimatstadt.

"Wir sind froh, ein solch hochklassiges Konzert präsentieren zu können“, sagte Wilfried Wiegel, Leiter der Unternehmenskommunikation bei der Sparkasse Harburg-Buxtehude, als er gemeinsam mit Intendantin Katrin Zagrosek und Sparkassen-Regionaldirektor Gerhard Oestreich das aktuelle Programm vorstellte. „Kultur ist für uns ein besonders wichtiger Standortfaktor. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, wenn die Eintrittspreise mithilfe unserer Unterstützung günstig gehalten werden."

Daniel Behle ist einer der vielseitigsten deutschen Tenöre und in Konzert, Lied und Oper gleichermaßen erfolgreich. Sein breit gefächertes Repertoire reicht von barocken Meisterwerken über klassisches und romantisches Repertoire bis hin zu Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts. Seit er im Herbst 2010 unter René Jacobs Mozarts „Zauberflöte“ aufgenommen hat, vergleicht die Fachpresse ihn mit dem jungen Fritz Wunderlich. Die 31. Niedersächsischen Musiktage widmen sich dem Thema „Raum“. Intendantin Katrin Zagrosek hat ein Programm konzipiert, das zeigt, wie Musik Raumwahrnehmung verändern kann. Internationale Künstler wie Avishai Cohen, Carolin Widmann, die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen sowie der Tenor Daniel Behle, die Junge Deutsche Philharmonie oder Jörg Widmann werden in thematisch passenden Räumen spielen. Darunter in diesem Jahr das neugestaltete Museum Schloss Fürstenberg, die Wattenmeer-Besucherzentren in Cuxhaven und Wilhelmshaven, das Felix-Nussbaum-Haus in Osnabrück, das von Daniel Libeskind gestaltete Zentralgebäude der Leuphana Universität Lüneburg, das Oberharzer Wasserregal oder auch die Lindenallee in Heinde. dl

 Eintrittskarten sind erhältlich über:
- Konzertkasse Gerdes Hamburg, 040  453326    
- Ticketshop Hamburger Abendblatt im
 Phoenix-Center Harburg, 040 / 767 58 686
- Musiktage-Hotline 0800 / 456 65 40
oder über
www.musiktage.de