Harburg - Die 2009 gestorbene Hanne Darboven ist sicherlich ein der, wenn nicht die herausragende Künstlerin aus Harburg,

die international Beachtung gefunden hat. Konzeptkunst ist es, was Hanne Darboven machte. Ihre Arbeiten sind in der Fachwelt hoch geschätzt. Der gewöhnliche Betrachter

dürfte dagegen Schwierigkeiten haben. In den Phoenix-Hallen ist ihr die jetzt eröffnete Ausstellung gewidmet. Gezeigt werden Großarbeiten wie "Kinder der Welt", einem Werk, bestehend unter anderem aus 220 Büchern aus gebundenen Schreibheften, 20 Arbeitsbüchern und 2 Textbüchern, dazu 114 Packpapiertafeln und Blätter 2134 mit Tagesdaten, das, typisch für Darboven, endlos, sinnlos und wahllos erscheint. Es entführt in eine eigene, autistisch wirkende Welt, die ganz neu und selbst definiert Themen aufgreift und sie mit störrischer Akribie und monotonem Fleiß umsetzt.

Die Ausstellung ist ohne Anmeldung bis zum 3. September jeden ersten Sonntag im Monat von 12 Uhr bis 17 Uhr zu sehen. zv