Smartphonezombies

Harburg - Jeder hat sie schon gesehen. Diese Menschen in der Bahn, die auf ihr Smartphone schauen statt sich zu unterhalten. Diese Leute auf

der Straße, die mit über den Bildschirm gesenktem Kopf weder Autos noch Fahrradfahrer wahrnehmen. Und dann wiederum hat sich jeder auch selbst schon bei einer Aktion erwischt, über die man gerade noch verständnislos mit dem Kopf geschüttelt hat.

Mit der Ausstellung „Smartphonezombies Diary“ hält Thorsten Kirsch allen Nutzern den Spiegel vor die Nase. Die Technische Universität Hamburg (TUHH) zeigt Kirschs Illustrationen vom 2. Februar bis zum 29. März 2017 im Hauptgebäude A. Der Eintritt ist frei.

Thorsten Kirsch hat viele dieser Situationen erlebt. Momente, die ihn erstaunt, die ihn beunruhigt haben: „Ich war erschrocken darüber, wie die Menschen komplett die Kontrolle über ihr Verhalten verlieren.“ In „Smartphonezombies Diary“ beschreibt der Hamburger Künstler diese Momente in Bild und Wort.

Der Künstler hat auch an der TUHH seine Beobachtungen gemacht. Und an sich selbst. Er weiß: Die Übergänge zum Zombie sind fließend. „In meiner Ausstellung kriegt daher jeder etwas ab. Und das ist auch gut so. Es ist eine Veranstaltung für Betroffene und deren Angehörige.“ Und die TUHH, sagt Kirsch, sei dafür genau der richtige Ort. Weil sie eine Technologie-Schmiede ist, die gleichzeitig vermittelt, warum und wofür man entwickelt.

Die Vernissage findet am morgigen Donnerstag, 2. Februar, um 18.30 Uhr im Hauptgebäude A der TU statt. (cb)