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Sounding D- Zug verwandelt Harburgs Bahnhof in Konzertsaal
Freitag, den 27. August 2010 um 16:00 Uhr

100827Klangzug4Harburg- Das hat der Harburger Bahnhof noch nicht gesehen. Ein Zug ohne Passagiere und Gepäck, sondern mit viel kreativer Musik an Bord. Am Freitagmittag rollte der sogenannte Klangzug auf Gleis fünf ein, welcher sich auf Deutschlandtour

befindet. Hinter dem Projekt Sounding D steht das "Netzwerk Neue Musik", welches mit "Hamburg Klang" zusammenarbeitet und von der Kulturstiftung des Bundes unterstützt wird.  Der Klangzug sieht natürlich nicht wie ein normaler Zug aus, viel mehr wurde er künstlerisch gestaltet. Man fand zwei leere Postwagons, die man bearbeitete. Innen wurden teilweise die Sitzbänke und Kabinen ausgebaut und die Wände weiß gestrichen. Außen wurden die Fenster blau angemalt. Außerdem wurde der Zug mit Lautsprechern ausgestattet. Auch wenn bei einigen Reisenden der ungewöhnliche Zug die Neugier weckte, blieb der ganz große Andrang aus. Zumindest am Harburger Bahnhof, in den anderen Städten wie Berlin, soll das Interesse größer gewesen sein. Der Sounding D- Zug ratterte und knatterte nicht wie ein normaler Reisezug. Der Geschäftsführer Florian Bolenius erläutert: "Der Zug ist eine Klanginstallation. Wenn man an dem Wagon steht, kommt man in den Genuss einer Komposition von Robin Mainard." Wer den Zug betrat erhielt über Bildschirme und Kopfhörer Informationen über das Projekt. An seinen 15 Haltestellen zeichnet der Zug jeweils 15 Hörpunkte auf, die zu einem Geräuschmuster zusammengeführt wurden. So werden beispielsweise das Motorengeräusch der Lock mit dem Klang der umblätternden Zahlen an der Anzeigetafel verbunden. Dabei ergeben sich zufällige und abwechslungsreiche Töne. Doch nicht nur in dem Zug konnten sich die Reisenden auf eine Klangexpedition begeben, auch die Bahnhofshalle wurde von DJ´s genutzt. Ziel des rollenden Konzerts ist es den Menschen die neue Musik näher100827Klangzug2 zu bringen und die Hörfähigkeit der Menschen nicht nur an Konzertstätten zu schärfen. Florian Bolenius ist überzeugt: "Die neue Musik bietet nicht nur Klänge , sondern sensiblilisiert unsere Wahrnehmungen insgesamt. Und dafür ist der Zug mit der Mobilität ideal." (pw)

 

 

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