Silberschatz” im Archäologischen Museum in Harburg zeigt noch bis 14. September, welche Relikte des französisch-deutschen Transfers von Kultur und Ideen sich noch heute im Alltag finden lassen. Dokumente und zeitgenössische Exponate erzählen aus der Vergangenheit und decken so Stück für Stück die Spuren auf, die dieser bewegte Abschnitt der europäischen Geschichte im heutigen Hamburg hinterlassen hat.

Der Schauspieler Oliver Hermann und der Musiker Markus Voigt machen am Freitag, 23. Mai, mit den Besuchern ab 19 Uhr eine literarisch-musikalische Reise in die Franzosenzeit: Fast neun Jahre lang, von 1806 bis 1814, waren tausende von Soldaten und Offizieren unterschiedlicher Nationen in den Häusern und Wohnungen auf zum Teil engstem Raum bei den Hansestädtern einquartiert.

Gemeinsam versuchten die Hamburger und ihre Besatzer die schwere Zeit, wie zum Beispiel den eisigen Winter 1813/14 mit Hunger, Kälte und Krieg zu überleben. Wie es in diesen Zwangsgemeinschaften zuging, welche zum Teil kuriosen Situationen die Hamburger damals erlebten, schildern die beiden Künstler lebendig anhand von Berichten, Briefen, Tagebüchern und Liedern damaliger Zeitgenossen.

Die Veranstaltung wird ermöglicht durch "Die Sütterlinstube Hamburg e.V". Aus diesem Grund ist der Eintritt kostenlos. Eine Anmeldung unter der Telefonnummer : 040/42871-2497 ist allerdings erforderlich. (cb)

Weitere Informationen zur Ausstellung „Napoleons Silberschatz” gibt es im Internet unter: www.amh.de