Mehrere hundert Tierversuchsgegner haben am Sonnabend zunächst im Neugrabener Ortskern demonstriert. Die Veranstalter sprachen von 700, die Polizei von etwa 500 Teilnehmern. Gegen 13 Uhr zogen die Demonstranten zum LPT-Tierversuchslabor am Redderweg. Dort schnitten laut Polizei etwa 15 Teilnehmer des Aufzuges einen Zaun durch, um auf das Gelände zu gelangen. Dort kam es zu Sachbeschädigungen.

Die Polizei schritt ein. Die Veranstalterin erklärte den Aufzug für beendet. „Man sieht, die Leute sind wütend. Sie wollen nicht länger tatenlos zusehen, wie bei LPT tausende Tiere ermordet werden“, kommentiert Martina Kunze, Pressesprecherin der Kampagne LPT-Schließen. Anschließend wurde ein Spontanaufzug unter dem Tenor „gegen polizeiliche Repression gegen Tierschützer“ durchgeführt. Er verlief friedlich. Kunze wertete den Tag als Erfolg: „Die Demo war ein deutliches Signal an LPT. Wer von Tierversuchen profitiert, sieht sich entschlossenen Protesten ausgesetzt. Wir freuen uns insbesondere, dass heute auch viele Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet ihren Unmut über die Gewalt an Tieren auf die Straße getragen haben.” dl