Mit einem schwer verbrannten Mann auf der Ladefläche fuhr ein Rumäne (35) an der Georg-Wilhelm-Straße vor einer Kneipe vor. Entsetzte Gäste riefen einen Notarzt.

Der Rumäne behauptetet: „Ich habe den Verletzten an der Schlenzigstraße gefunden." Das dürfte gelogen sein, der 35-Jährige ist einschlägig als Kupferdieb bekannt. Der Verbrannte dürfte sein Komplize sein.

Seine Haut ist zu 40 Prozent verbrannt. Er hat auch Verletzungen, die von einem Sturz zeugen. Vermutlich ist er beim Kabelklau zu nahe an eine Oberleitung der Bahn gekommen. Der passende Tatort liegt „um die Ecke“.

In der Nähe des Bahnhofs Veddel wurde versucht 3000 Meter Oberleitung zu stehlen. Die hatte zwar keinen Strom geführt. Dafür war „Saft“ auf der Nebenleitung, 15.000 Volt fließen hindurch. Kommt man ihr zu nah, kann sich ein Lichtbogen bilden. Der verursacht Verletzungen, wie sie der Mann erlitt.

Er ist noch nicht identifiziert und liegt in einem Spezialbett für Brandverletzte im Unfallkrankenhaus Boberg. zv