Die Asklepios Klinik Harburg wird in den nächsten Monaten mit den modernsten 3-Tesla-Kernspintomographen der Firma Philips ausgestattet. Der in Hamburg und Eindhoven entwickelte Kernspintomograph "Achieva 3.0T TX" gilt als High-End-Gerät in der strahlenfreien Schnittbilddiagnostik. Er nutzt eine neuartige Form der Magnetresonanz-Bildgebung, die sogenannte "MultiTransmit Technology". Sie passt die verwendeten Radiofrequenz(RF)-Signale individuell an jeden Patienten an, so dass der Radiologe immer die beste Bildqualität unabhängig vom Körperbau des Patienten erhält. Zudem wird die Untersuchung um bis zu 40 Prozent beschleunigt.

Bei einer Kernspintomographie wird eine RF-Welle durch den Patienten gesendet. Durch die individuelle Anatomie der Patienten verteilt sich diese aber im Köper auf unterschiedliche Weise. So kann eine inhomogene Wellen-Verteilung im Körper entstehen, die zu Verschattungen auf den späteren Bildern führen kann. Fachleute sprechen dabei von sogenannten dielektrischen Effekten.

Mit der Multi-Transmit-Technologie des neuen Philips-Tomographen werden nun erstmalig mehrere RF-Signale aus variierbaren Richtungen in verschiedenen Phasenlagen gesendet. Dadurch wird die RF-Welle gleichmäßig im Gewebe verteilt, Verschattungen werden vollständig aufgehoben und die Bilder erhalten höchste Homogenität. Bisher war die Homogenität der Bilder nur durch aufwändige technologische Entwicklungen auf der Signal-Empfangsseite zu erreichen. Mit der neuen Technik wird der Patient dagegen optimal "ausgeleuchtet", um perfekte Bilder zu erreichen.

Die neue Technik vermeidet zudem jede Wärmeentwicklung durch sogenannte stehende Wellen im Gewebe und lässt daher eine höhere RF-Signalleistung zu - das beschleunigt die Untersuchung um bis zu 40 Prozent und spart zudem noch Energie.