Die Technische Universität soll im kommenden Jahr 4,5 Millionen Euro weniger zur Verfügung haben. Die Behörde für Wissenschaft und Forschung will diese Summe von der TUHH zurückbekommen.

Es handelt sich um angesparte Investitionsmittel aus den vergangenen Jahren, die nicht ausgegeben wurden da die TUHH sparsam gewirtschaftet hat. Die TUHH wollte damit die Forschung neu berufener Professorenstellen finanzieren und die universitäre Lehre verbessern. Hätte die Universtät die Mittel einfach ausgegeben wäre es wohl nicht zu einer Kürzung des Etats gekommen.

Seitens des Präsidenten der TU, Professor Edwin Kreuzer, wird das Vorgehen der Behörde als "Vertrauensbruch" und "Skandal" betitelt. Die Behörde steht auf dem Standpunkt, dass Investitionsmittel ausgegeben werden müssen und nicht angespart werden können.

Zu dem Fall meldete sich Kurt Duwe, Fraktionsvorsitzender der FDP zu Wort. "Die kluge Haushaltspolitik der TU im Interesse von Forschung und Wissenschaft bestraft nun der Senat, indem er ihre erreichten Überschüsse einfach abkassiert", so Duwe. "Der Senat wildert einmal mehr durch die Haushalte der öffentlichen Institutionen, anstatt ein qualifiziertes und auf Effizienz und Folgenabschätzung bedachtes Sparprogramm vorzulegen. Gleichzeitig werden Millionen Euro locker gemacht für zweifelhafte Prestigeprojekte wie die Hafencity-Universität oder die Stadtbahn." zv