Neugraben - Es war ein echter Krimi für die 1.289 Zuschauer in der CU Arena. Nach 121 Spielminuten gewinnt VT Aurubis gegen die Ladies in Black Aachen mit 3:2 (17:25, 21:25, 25:21, 27:25 und 15:13). Einmal mehr vollbringt das Team von Trainer Dirk Sauermann in der Saison einen Kraftakt und sichert sich im Tie-Break zwei ganz wichtige Punkte. Das Spiel war nichts für schwache Nerven. Zunächst finden die Rubies überhaupt nicht ins Spiel und der erste Satz ist wenige Minuten alt, da liegen die Neugrabenerinnen erst 5:8 und zur zweiten Technischen Auszeit 6:16 im Rückstand. Erst langsam kommt der Motor auf Touren. Im ersten Satz reicht es nach 21 Spielminuten aber nur noch zu einem 17:25. Aachen geht also mit 1:0 in Führung.  
Der zweite Satz dauert schon fünf Minuten länger und damit jenes Quäntchen, das deutlich macht, dass es den Spielerinnen um Mannschaftsführerin Denise Imoudu jetzt gelingt, mehr Druck zu erzeugen. Am Ende gehen aber die Gäste durch einen 25:21-Satzgewinn mit einer komfortablen 2:0-Satzführung in die 10-Minuten-Pause. Während die Nachwuchsteams der Volleyballgemeinschaft Hausbruch-Neugraben-Fischbek (VG HNF) für ihre Platzierungen bei den Hamburger Meisterschaften ausgezeichnet werden, haben sich die Rubies noch einmal gesammelt und alle Kräfte gebündelt. In den folgenden drei Sätzen bewies das Team, einmal mehr von Jana Franziska Poll angetrieben, wozu es mental in der Lage ist. Die Rubies übernahmen nun das Kommando in der CU Arena und gingen mit 8:1 in die erste technische Auszeit. Aachen gelang zwar sogar noch einmal der zwischenzeitliche Ausgleich zum 20:20, aber in der Crunchtime ließen sich die Gastgeberinnen den Teilerfolg nicht mehr nehmen. Nach 26 Spielminuten war durch ein 25:21-Satzerfolg der Anschluss hergestellt. Im vierten Satz führte das Neugrabener Team zwar bei den technischen Auszeiten mit 8:4 und 16:14, spannte seine Anhängerschaft aber gehörig auf die Folter. Nach 30 Spielminuten gelang in der „Verlängerung“ mit 27:25 der Satzausgleich und damit war die Chance auf zwei Punkte am Leben gehalten. Im Tiebreak gab es von Beginn an ein Wechselbad der Gefühle. Erst ging VT Aurubis mit 3:0 in Führung, Aachen nahm eine Auszeit und kam danach zum Ausgleich. Nun war es Dirk Sauermann, der mit einer Auszeit wieder die Wende herbeiführen wollte. Das am Ende VT Aurubis mit 15:13 das bessere Ende für sich hatte, war sicherlich ein wenig glücklich, aber letztendlich auch ein Ergebnis des absoluten Willens der Rubies, die mit ihren Kräften schon am Ende schienen. dl

Veröffentlicht 28. Februar 2016