160106KekseMit dem „Kinderteller“ versorgt die Kita Grüne Insel an den Wochenenden arme Kinder in Neuwiedenthal mit einem kostenlosen Mittagessen. Damit das Projekt des Harburger Deutschen Roten Kreuzes auch in Zukunft den Kindern eine warme Mahlzeit bieten kann, spendeten die Blumenhändler Melanie und Michael Kaiser den Verkaufserlös einer Adventsaktion.

Das Jahr beginnt gut für das DRK-Projekt „Kinderteller“. Denn am Dienstag überreichte Michael Kaiser vom Neugrabener Floristikgeschäft „Blumen Kaiser“ einen symbolischen Scheck über 650 Euro an Anke Freygang, Leiterin der Kita Grüne Insel. Bereits zum zweiten Mal engagiert sich der Unternehmer für das Kinderprojekt.

Über die Presse sind Michael Kaiser und seine Ehefrau Melanie auf den Kinderteller aufmerksam geworden. „Es liegt uns sehr am Herzen etwas für unsere Region zu tun. Vor allem wenn es dabei um Kinder geht“, erklärt Michael Kaiser (54) das Engagement. Und der Bedarf an Hilfe ist groß in Neuwiedenthal. „Pro Wochenende versorgen wir bis zu 50 Kinder mit einer warmen Mahlzeit. Und das 52 Mal im Jahr. Da wir das Essen nur mit Hilfe von Spenden finanzieren, freuen wir uns sehr über das Geld“, sagt Anke Freygang und bedankt sich herzlichst für die Spende auch im Namen der Kinder.

Das Geld stammt aus einer Adventsaktion, die nun schon seit 24 Jahren regelmäßig stattfindet: An dem Wochenende vorm ersten Advent veranstaltet „Blumen Kaiser“ eine Adventsausstellung bei der selbst gebackene Kekse für einen guten Zweck verkauft werden.

„Ich habe den Verdacht, die Besucher kommen hauptsächlich wegen der Kekse“, unkt Floristmeister Michael Kaiser. Denn diesmal verkaufte er über 200 Tüten, liebevoll gepackt von der „Keks-Fee“ Brigitta Engel, eine langjährige und treue Kundin von „Blumen Kaiser“, die leidenschaftlich gern backt.

„Für die Spendenaktion stand ich drei Wochen lang in der Küche“, sagt Brigitta Engel. Jeden Tag hat sie bis zu acht Stunden Teig geknetet, Plätzchen geformt und verziert. „Es macht mich glücklich, wenn ich die Menschen mit meinen Keksen zu einer Spende verführen kann“, sagt die 64-Jährige mit einem Augenzwinkern. Sie hätte nie gedacht, dass es Kinder in Neuwiedenthal gibt, die nicht genügend zu essen bekommen.  (cb)