Eißendorf - Für Kunden war es keine schöne Überraschung. seit Anfang des Jahres hat die Sparkasse Harburg-Buxctehude ihren SB-Standort an der Eißendorfer Straße geschlossen. Dort standen ein Geld- und ein Kontoauszugsautomat.

Geldautomaten sind für die Institute eine kostspielige Angelegenheit. besonders wenn sie nicht an attraktiven Standorten stehen. Sie verursachen Kosten durch die Miete für den Standort, Online-Kosten und Wartungskosten. Dazu muss der Automat regelmäßig gefüllt werden.

Verdienst wird mit "Fremdkunden", Kunden anderer Banken, die Geld abheben und dafür eine Gebühr zahlen. Das lohnt sich an Standorten mit einer hohen Fußgängerfrequenz und, im Idealfall, mit einer hohen Frequenz an Touristen.

Fehlt das, bleiben vor allem Kosten. Ganz besonders dann, wenn auch Kunden anderer Sparkasse oder Banken, die in einem Verbund sind, den Geldautomaten nutzen. Für den Kunden ist das zwar kostenlos. Untereinander berechnen die Geldinstitute dafür aber Gebühren von um die 2 Euro pro Auszahlung.

Als noch kostspieliger gelten Kontoauszugsdrucker, über die heute in der Regel auch Überweisungen getätigt werden können. Sie müssen gewartet werden, generieren aber keine Einnahmen und müssen in die Kalkulation für die Kontoführungsgebühr eingerechnet werden.

Eine Straßenecke vom ehemaligen SB-standort der Sparkasse entfernt befindet sich die ehemalige Filiale der Hamburger Volksbank. Sie hat ein vergleichbares "Schicksal". Die Filiale wurde in einen SB-Standort umgewandelt. Dort hält man aber weiter an dem Automatenstandort fest. Für die Hamburger Volksbank ist das nicht so kostenintensiv, weil sie Besitzer der Immobilie ist und damit Mietzahlungen an Dritte wegfallen. zv