Veddel – Erneut ist ein deutsches Unternehmen Opfer eines Hackerangriffs geworden. Diesmal traf es den Kupferkonzern Aurubis auf der Veddel. In der Nacht auf Freitag gab es einen Cyberangriff auf die IT-Systeme von Aurubis, teilte das Unternehmen mit.

Dies war scheinbar Teil eines größeren Angriffs auf die Metals- und Miningindustrie. Daraufhin mussten gezielt zahlreiche Systeme an Aurubis-Standorten präventiv heruntergefahren und vom Internet getrennt werden. Die Produktion konnte weitgehend aufrechterhalten werden. Der Umfang der Auswirkungen im Konzern wird derzeit bewertet. Darüber hinaus arbeitet Aurubis eng mit den eingeschalteten Ermittlungsbehörden zusammen.

Das oberste Ziel sei es, die Produktion und den Bezug von Rohstoffen sowie die Lieferung von Metallen und Produkten weiter am Laufen zu halten. Aktuell kann Aurubis jedoch noch keine Auskunft darüber geben, wann die Systeme wieder komplett funktionsfähig sind.

Die Produktions- und Umweltschutzanlagen an den Hüttenstandorten laufen, auch der Warenein- und -ausgang wird manuell aufrechterhalten. Es werden Übergangslösungen implementiert, um ab nächster Woche die vollen Serviceleistungen des Unternehmens den Geschäftspartnern wieder zur
Verfügung zu stellen. Kunden und Lieferanten können ihre Aurubis Ansprechpartner weiterhin telefonisch erreichen.  (cb)