Harburg – Senator Michael Westhagemann ist schon jetzt begeistert: „Das Fraunhofer-Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen hat eine extreme Bedeutung für Harburg und wird den Standort auf ein neues Level bringen.“

Am Mittwoch besuchte Hamburgs Senator für Wirtschaft und Innovation den Neubau des Fraunhofer Centers an der Blohmstraße im Binnenhafen. Und der ist nach rund drei Jahren Bauzeit so gut wie fertig. Ende August erfolgt die offizielle Einweihung, zu der auch Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher erwartet wird.

Die rund 55 Mitarbeiter werden in den Folgemonaten vom Schwarzenberg-Campus in die modernen Büros, Labore und Werkstätten im Harburger Hafen ziehen. Insgesamt 2.400 Quadratmeter  werden  den  Mitarbeitern  des  CML  zur  Verfügung  stehen,  davon  800  für  Labore  und  Werkstätten  und  1.600  für  die  Büros  der  Wissenschaftler.  

Senator Michael Westhagemann informiert sich bei Professor Carlos Jahn, Leiter des Fraunhofer CML, über neue Schwerpunkte wie Quantencomputing für Anwendungen in der maritimen Industrie und autonome maritime Technologien sowie über den aktuellen Stand zum Neubau.

Auf dem Programm des gut eineinhalb stündigen Termins stand auch der Besuch auf dem Dach des Gebäudes, auf dem sich die die riesige Antenne befindet, mit der Schiffsignale empfangen und wissenschaftlich ausgewertet werden. Bis zum 7. Stock fährt der Fahrstuhl, den Rest geht es zu Fuß hinauf. Der neue Ausblick auf Harburg ist überwältigend. Sogar Michel, Fernsehturm und die Elbphilharmonie sind zu sehen.

Das Fraunhofer CML entwickelt und optimiert Prozesse und Systeme entlang der maritimen Supply Chain. In praxisorientierten Forschungsprojekten unterstützt es private und öffentliche Auftraggeber aus den Bereichen Schifffahrt, Hafen und Logistik bei der Initiierung und Realisierung von Innovationen.

Je nach Projekt- und Kundenbedarf stellt das CML interdisziplinäre Teams aus Ingenieuren, Wirtschaftswissenschaftlern, Mathematikern, Informatikern und Nautikern zusammen, um kundenspezifische Lösungen für Schiffs- und Flottenmanagement, Nautik und Seeverkehr beziehungsweise Häfen und Transportmärkte zu schaffen. Dabei werden sowohl die Ergebnisse der vielfältigen Forschungstätigkeiten als auch neueste wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigt. (cb)

Der Neubau des Fraunhofer Centers an der Blohmstraße im Binnenhafen. Foto: Christian Bittcher

Auf dem Dach des Fraunhofer-Centers: Michael Westhagemann, Anisa Rizvanolli, Carlos Jahn und Ole John. Foto: Christian Bittcher