Harburg – Von März bis April ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk Harburg um eine einzige Person gestiegen. Das klingt gut, die bittere Wahrheit ist aber auch, dass der Vergleich mit der Situation vor einem Jahr wesentlich negativer ist. Aktuell sind 9230 Personen ohne Arbeit, im März 2020 waren es aber 881 weniger.

„Wir können es drehen und wenden wie wir wollen“, sagt Sönke Fock, Chef der Arbeitsagentur Hamburg. „Der Hamburger Arbeits- und auch Ausbildungsmarkt ist trotz Kurzarbeit und flankierenden Wirtschaftshilfen mächtig ins Wanken geraten.“ Vor allem die corona-bedingte Steigerung der Sockelarbeitslosigkeit sei besorgniserregend. Von dieser Entwicklung seien praktisch alle Zielgruppen des Arbeitsmarkts berührt. Jüngere unter 25 Jahren seien, entgegen mancher Aussagen, weniger, die Langzeitarbeitslosen dagegen stärker betroffen.

Frauen und Männer der folgenden Berufe haben im Bezirk zurzeit gute Chancen auf einen neuen Job: Altenpfleger, Altenpflegerhelfer, Buchhalter, Erzieher, Gesundheits- und Krankenpfleger, Heilerziehungspfleger, Kraftfahrzeugmechaniker und –mechatroniker, Medizinische Fachangestellte, Sales-Manager, Verkäufer und Zahnmedizinische Fachangestellte. ag