Moorburg - Die Stadt, Shell, Vattenfall und Mitsubishi Heavy Industries wollen zusammen das stillgelegte Kohlkraftwerk Moorburg

zu einem Produktionsstandort für Wasserstoff umbauen. Dazu haben sie einem Letter of Intent, eine Absichtserklärung unterzeichnet. Damit würde Moorburg zu einem der größten Standorte für die Erzeugung von Wasserstoff in Europa werden.

100 Megawatt soll die Anlage leisten. Damit kann man rechnerisch rund 120.000 Haushalte mit Strom versorgen. Dafür wird Strom aus Windenergie, der sonst nicht gebraucht würde, per Elektrolyse in Wasserstoff verwandelt. Der Wasserstoff wird über Leitungen wie Gas an die Abnehmer geschickt, die daraus zum richtigen Zeitpunkt wieder Strom machen. 2025 soll, wenn alles klappt, die Wasserstoffproduktion in Moorburg beginnen. Die Idee zu dem Projekt hatte Hamburgs parteiloser Wirtschaftssenator Michael Westhagemann.

"Damit wird aus einem herkömmlichen Kohlekraftwerk ein Innovationspunkt", so der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Matthias Czech. Die Speicherung der Energie des aus Wind- oder Sonne gewonnen Stroms in Wasserstoff gilt als Musterbeispiel umweltfreundlicher Energie.

Für Moorburg, so kündigt Czech an, "eine große Bedeutung haben". Zudem kündigte er an, dass man die Nutzung Moorburgs als Wohnstandort weiterführen wolle. Zumindest in dieser Legislaturperiode. zv