Harburg – Corona wütet weiter auf dem Harburger Arbeitsmarkt,  findet aber nicht mehr so viele Opfer wie im April.

Im Mai ist die Arbeitslosigkeit im  Bezirk um 614 auf 8963 gestiegen. Eine Monat zuvor verloren noch mehr als 1000 Frauen und Männer ihren Job. Die Arbeitslosenquote liegt jetzt bei 9,9 Prozent, vor einem Jahr lag sie noch bei 7,6 Prozent.

In Krisenzeiten immer wieder das gleiche Bild: Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit sind Frauen und Männer gleichermaßen betroffen, ein größeres Risiko  haben allerdings junge Erwachsene bis zum 25.. Lebensjahr. Das scheint ein Zeichen dafür zu sein, dass Arbeitgeber in schlechten Zeiten sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst sind und ältere Mitarbeiter nicht so schnell entlassen.

Ein größeres Risiko hat auch die Gruppe der Ausländer, in ganz Hamburg stieg die Arbeitslosigkeit hier um mehr als 33 Prozent. Noch stärker betroffen sind allerdings an- und ungelernte Beschäftigte.

Wann sich die Verhältnisse wieder normalisieren, ist nach Einschätzung von Sönke Fock, Chef der Agentur für Arbeit  Hamburg, zurzeit noch nicht  absehbar. Erste Anzeichen sind spürbar. So setzen Handel, Gastronomie, Hotellerie, Friseure und andere Dienstleister die ersten Lockerungen der Corona-Maßnahmen um . Die erste Folge: Kurzarbeit in den Betrieben wird zurückgefahren.

Tatsächlich gibt es sogar wieder Chancen auf einen neuen Job. So werden Frauen und Männer aus diesen Berufsgruppen schon wieder gesucht: Altenpfleger, Altenpflegerhelfer, Baggerführer, Chemielaboranten, Erzieher, Gebäudereiniger, Gesundheits- und Krankenpfleger, Bauingenieure, Kraftfahrzeugmechatroniker. Medizinische Fachangestellte und Pförtner. ag