Harburg – Corona hat den Harburger Arbeitsmarkt jetzt voll erwischt. Innerhalb eines Monats ist  die Zahl der Arbeitslosen

im Bezirk Harburg um 1068 Personen auf 8349 gestiegen. Die Arbeitslosenquote liegt jetzt bei 9,4 Prozent, vor einem Monat noch bei 8,2 Prozent. Corona verstärkt einen  schon länger anhaltenden Trend, nämlich dass der Vergleich zu den Vorjahresmonaten zunehmend ungünstiger ausfällt. Tatsächlich ist die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk gegenüber April 2019 sogar um 1710 Personen gestiegen.

Die Arbeitslosenmeldungen haben alle Berufsgruppen des Arbeitsmarkts erfasst, besonders zahlreich waren Arbeitnehmer aus der Lagerwirtschaft, der Gastronomie und aus Verkaufsberufen betroffen, ebenso Büro- und Sekretariatskräfte, Köche und Reinigungskräfte. Über alle Berufsgruppen hinweg sind schwerbehinderte Menschen (plus 8,8 Prozent arbeitslos), Ausländer (plus 14,9), Ungelernte (plus 16,1) und Jugendliche unter 25 Jahren (plus 23,5) die größten Verlierer der Corona-Krise.

Auch auf dem Stellenmarkt ist eine starke Zurückhaltung zu erkennen, denn Unternehmen, die Kurzarbeit anmelden, dürfen kein zusätzliches Personal einstellen. Kein Wunder, dass im Bezirk während des Aprils nur 57 neue Arbeitsstellen angeboten wurden.. Trotz allem, es gibt auch Chancen auf einen Anstellung – zum Beispiel für Frauen und Männer dieser Berufsgruppen: Altenpfleger, Altenpflegerhelfer, Berufskraftfahrer, Datenbankadministratoren, Fachinformatiker Systemintegration. Gabelstaplerfahrer, Gesundheits- und Krankenpfleger, Logopäden, Medizinische Fachangestellte, Pförtner, Sozialarbeiter und Sozialpädagogen. ag