Neugraben –  Der Bezirk Harburg und die Nachbargemeinde Neu Wulmstorf wollen künftig die Entwicklung von

Einzelhandelsstrukturen aufeinander abstimmen. In den kommenden Jahren könnte es schon wegen der räumlichen Nähe, aber auch wegen der größeren Neubauquartiere auf beiden Seiten zu Konflikten kommen. In einem Letter of Intent wollen Harburg und Neu Wulmstorf das weitere Vorgehen regeln und auch regeln, wie Konflikte gemeinsam gelöst werden sollen.

In dem Letter of Content akzeptiert der Bezirk zum Beispiel, dass ein Teil der Kaufkraft aus den Quartieren Fischbeker Heidbrook  und Fischbeker Reethen „im periodischen Bedarf“ – also für die tägliche Versorgung – nach Neu Wulmstorf abfließt. Im Klartext: Obwohl es im Heidbrook mit Rewe einen Vollsortimenter gibt und obwohl auch in den Reethen ein Vollsortimenter und ein Discounter geplant sind, wird es bestimmt auch Kunden geben, die den neuen Famila-Markt (Eröffnung: 19. März) auf dem ehemaligen Möbel-Meyn-Gelände attraktiver finden.

Im Gegenzug akzeptiert Neu Wulmstorf einen Kaufkraftabfluss im aperiodischen Bedarf wie Bekleidung oder Schreibwaren ins Neugrabener Zentrum. Das wird nicht nur akzeptiert. Neu Wulmstorf will sogar die Stärkung und Reaktivierung des Neugrabener Zentrums unterstützen. ag