Harburg –  Hit Technopark, Hamburg Innovation Port und das geplante Technologiezentrum im Neuländer Quarree

reichen nicht aus, den Raumbedarf der Zukunftsbranche im Hamburger Süden zu decken. Ein paar freie Flächen auf der „Bahnhofslinse“ an der Schlachthofstraße werden schnell vergeben sein. Und  dann? Die Hamburg Invest Entwicklungsgesellschaft hat deshalb Flächen nördlich der Straße Am Radeland ins Visier genommen. Das hat Dagmar Overbeck, Bereichsleiterin Innovationsparks, im Harburger Stsdtentwicklungsausschuss angekündigt.

Laut Handelsregister haben sich im  Bezirk Harburg seit 2015 rund 200 technologieorientierte Unternehmen niedergelassen. Davon wurden viele von ehemaligen Studenten der Technischen Universität gegründet. Die Ankündigung des Senats, in Harburg einen von vier geplanten  Hamburger Innovationsparks zu entwickeln, hat für eine noch stärkere Dynamik gesorgt.

Harburgs Entwicklung zum Hightech-Standort wird längst auch überregional beobachtet und soll jetzt auch international bekannt gemacht werden. Die Germany Trade and Invest – Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing mbH will im Frühjahr in einer Sonderausgabe ihres englischsprachigen Magazins „Markets Germany“ Standorte in Deutschland vorstellen, die den Strukturwandel vom klassischen Industriestandort zum Hightech-Standort erfolgreich bewältigt haben. Damit sollen internationale Unternehmen nach Deutschland gelockt werden. Der Hamburger Süden wird dort als „Innovation City Harburg“ auftreten. Overbeck: „Das ist jetzt der Name für das Quartier.“

In den bisher veröffentlichten Skizzen für „Innovation City Harburg“ sind alle Flächen nördlich der Straße Am Radeland – vom Bahnübergang bei  B&K bis zum Moorburger Bogen – gekennzeichnet. Dazu gehören auch die Kleingärten. „Wir konzentrieren uns erstmal auf zehn Hektar kurz hinter dem Bahnübergang“, sagt Overbeck. Auf einer Fläche befinde sich ein Container-Betrieb. Hamburg Invest werde zunächst versuchen, die Grundstücke zu kaufen.

Danach tauchen dann riesige Hindernisse auf: Zum Beispiel gebe es dort eine Öl-Leitung und eine Hochspannungsleitung. Ein Teil der Fläche gehört auch zum Hafenerweiterungsgebiet, müsste also umgewidmet werden. Wegen der nahe gelegenen Raffinerie müsse zudem ein Achtungskreis beachtet werden, der wie beim Chemiebetrieb Brenntag an der Hannoverschen Straße die Nutzungen in der Nachbarschaft einschränkt. Schließlich müsse der Grüne Ring und die geplante Velo-Route berücksichtigt werden. ag