Harburg - Mit nett verpackter, aber harter Kritik reagieret der Wirtschaftsverein auf die Pläne der Stadt, die 34 Hektar

im Harburger Zentrum mit einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme gemäß § 165 ff Baugesetzbuch überziehen will. "Eine solche städtebauliche Entwicklungsmaßnahme geht mit massiven Eingriffen in den Grundstücksverkehr einher. Die Verkehrswerte der im Gebiet liegenden Grundstücke werden eingefroren und nehmen ab sofort an keinen planungsbedingten Wertsteigerungen mehr teil. Die Stadt soll vom Grundsatz her Eigentümerin sämtlicher Grundstücke werden", so Franziska Wedemann, Vorsitzende des Wirtschaftsvereins.

Sie sieht darin einen Versuch der Stadt Gewinne auf dem Rücken privater Grundeigentümer zu machen, während andere Bereiche nicht in die städtebauliche Maßnahme einbezogen werden. "Möglicherweise", so Wedemann, "liegt es auch daran, dass sich die Grundstücke dort überwiegend im Eigentum der Stadt Hamburg befinden. Von einer erfolgreich verlaufenden Entwicklungsmaßnahme mit neuen Bebauungsplänen werden aber auch diese Grundstücke profitieren und im Wert steigen, allerdings ohne, dass deren Wertzuwächse zur Finanzierung der Gesamtmaßnahme inklusive der aller rentierlichen Kosten herangezogen werden. Diese würden dann alleine den privaten Grundstückseigentümern durch Abschöpfung der entwicklungsbedingten Wertzuwächse in Rechnung gestellt."

Betroffen sind der Bereich südlich der Buxtehuder Straße soll das Schippseequartier von Karstadt bis zur Jet-Tankstelle, die ehemaligen Betriebsflächen der Harburg Freudenberger Maschinenbaufabrik, das Brenntag-Gelände und der Bereich des Handelshofes. zv