Harburg - Die Bahn will ab Ende Juli viele ICE, IC- und EC-Züge auf beiden Hauptachsen Hamburg – Bremen – Köln sowie

Hamburg – Hannover – München nicht mehr in Harburg halten lassen. Betroffen sind 68 von 112 Zügen. Das geht laut SPD aus der Online-Fahrplan-Auskunft hervor.

Betroffen sind alle ICE, IC- und EC-Linien über Bremen und Hannover Richtung Ruhrgebiet und Süddeutschland mit den Zielen München, Karlsruhe, Stuttgart, Nürnberg und Zürich und in Gegenrichtung nach Hamburg. Nach Bremen gibt es täglich nur noch drei statt 19 Fernzüge pro Richtung. Nach Hannover verbleiben 18 von 34 täglichen Fernzügen

"Die beabsichtigte weitgehende Einstellung der Bedienung des Bahnhofs Hamburg-Harburg durch ICE, IC- und EC-Züge der Deutschen Bahn ab dem 29. Juli wird gravierende Folgen für den Fernverkehr des gesamten Süderelberaums sowie das nördliche Niedersachsen von Cuxhaven über Stade bis hin zu Lüneburg habe", heißt es von der SPD

Die Pläne der Bahn dürften gravierende auswirkungen haben. Pendler und Reisende vom Bahnhof Hamburg-Harburg mit Ziel Bremen oder Hannover werden zusätzliche Fahrzeiten von mindestens einer halben Stunde pro Richtung in Kauf nehmen müssen. Harburg wird aufgrund der beabsichtigten Nicht-Bedienung des Bahnhofs erheblich an Attraktivität als Hotel- und Tourismusstandort sowie Ausflugsziel südlich der Elbe einbüßen. "Die zu erwartenden sinkenden Tourismus- und Hotelgästezahlen werden einhergehen mit einer deutlich sinkenden Attraktivität Harburgs als Wohn-, Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort insgesamt", so die SPD. Betroffen seienalle Gewerbetreibenden in unmittelbarer Nähe des Fernbahnhofs einschließlich des Phönix-Centers aber auch die Technische Universität als Austragungsort für internationale wissenschaftliche Konferenzen sowie Hotelbetreiber in Harburg. zv