Harburg – Nach dem beschlossenen Kohlekompromiss fordert der Wirtschaftsverein, der mehr als 270 Unternehmen mit rund 40.000

Beschäftigten im Hamburger Süden vertritt, ein Umdenken des Senats in der Energiepolitik. „Der Anschluss des Kraftwerks Moorburg an das Hamburger Fernwärmenetz muss jetzt neu geprüft werden“, sagt Vorstandsvorsitzender Arnold G. Mergell. „Dies würde die Effizienz von Moorburg weiter erhöhen, eine schnelle Abschaltung der Dreckschleuder Wedel ermöglichen und viel Geld der Steuerzahler für ein zusätzliches Gaskraftwerk sparen.“

Unabhängig vom endgültigen Weg des Kohleausstiegs gelte für Hamburg und besonders für den Hamburger Süden dies: Das Kraftwerk Moorburg werde als eines der modernsten und effizientesten Kraftwerke Europas bis mindestens 2038 am Netz bleiben.

Der Wirtschaftsverein hält den Ausstieg aus der Kohle grundsätzlich für richtig. Ebenfalls richtig sei es gewesen, eine Kommission aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen zusammenzustellen, um eine hohe Akzeptanz für Lösungen zu erzielen. Mergell: „Dennoch sind die Ergebnisse enttäuschend. Der nationale Alleingang wird die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie erneut schwächen. Eine europäische Lösung auf Basis eines erweiterten CO2-Emissionshandels wäre cleverer und ebenfalls zielführend gewesen.“ Stattdessen sei ein Datum fern in der Zukunft fern jeglicher politischen Verantwortung festgelegt und der Weg dorthin mit Subventionen geebnet worden.