Harburg – Immer weniger Menschen sind arbeitslos – auch in Harburg. Gelegentlich gibt es jahreszeitliche bedingte Unterbrechungen

der positiven Entwicklung. Der große, langfristige Trend ist aber ungebrochen. Von September auf Oktober ist die Zahl der Arbeitslosen allerdings nur geringfügig gesunken. Im Saldo waren es 15 Personen. Jetzt sind im Bezirk Harburg noch 6680 Frauen und Männer ohne Arbeit. Im Vergleich zum Vorjahresmonat zeigt sich, dass es sich bei den Veränderungen nicht nur um statistische Sprünge handelt: Immerhin ist gegenüber Oktober 2017 ein Minus von 165 Personen zu verzeichnen.

Insgesamt nähern sich die Zahlen der sieben Hamburger Bezirke dem Allzeittief von 1993. Und doch gibt es einige Bereiche mit besonderen Herausforderungen. So wächst die Anzahl der an- und ungelernten Arbeitslosen, also jener Personen, die über keinen formellen Berufsabschluss verfügen, innerhalb eines Jahres in ganz Hamburg um 4448 oder 14 Prozent. Das entspricht einem Anteil an der Gesamtarbeitslosigkeit von 56,5 Prozent, vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei 47,8 Prozent.

Zuwächse gibt es auch bei den arbeitslos gemeldeten Ausländern. Für den Anstieg gibt es nach Einschätzung der Arbeitsagentur zwei Gründe: Zum einen haben die geflüchteten Menschen mit ihren neu Jobs in Deutschland inzwischen auch einen Anspruch auf Arbeitslosengeld, zum anderen melden sich viele Absolventen aus Sprach- und Integrationskursen arbeitslos, um nun für den Arbeitsmarkt qualifiziert zu werden.

Gute Chancen auf eine neuen Job gibt es für Frauen und Männer aus diesen Bereichen: Altenpfleger, Altenpflegerhelfer, Betreuungskräfte für Alltagsbegleitung, Erzieher, Fachverkäufer Baumarkt, Friseure, Gesundheits-und Krankenpfleger, Kabelverleger, Kabelzieher, Küchenhilfen, Speditionskaufleute und Verkäufer. ag