Am Stand des Unternehmens Luxcara informieren sich Schülerinnen über grünen Wasserstoff. Foto: TUHH
Am Stand des Unternehmens Luxcara informieren sich Schülerinnen über grünen Wasserstoff. Foto: TUHH
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Vom Probieren zum Studieren: MINT-Experience Day lockt über 450 Schüler an die TU

Harburg - Viele Hamburger Schüler der 8. bis 13. Klassenstufen nutzten die Chance: im Rahmen des MINT-Experience Day an der TU Hamburg gewannen sie spannende Einblicke in MINT-Berufe und Studienmöglichkeiten. An 25 Mitmach- und Informationsständen boten TU-Institute, Initiativen und Unternehmen aus der Region Einblick in die Welt der Ingenieur- und Naturwissenschaften.

Vertreten waren unter anderem die Stadtreinigung Hamburg, die Continental AG oder auch Hamburg Wasser und die Horst Busch Gruppe aus Harburg. Besonders vor den vielen Mitmach-Ständen tummelten sich interessierte Schülerinnen und Schüler.

Beim Stand von Mercedes-Benz konnte man zum Beispiel in den Werkalltag des Autobauers reinschnuppern und mithilfe einer VR-Brille virtuell schweißen. Ensan Yilmaz aus der 10. Klasse der Stadtteilschule Süderelbe sagte dieser Stand besonders zu: „Ich fand den Mercedes-Stand spannend, weil ich mich sehr für Autos interessiere.“ Darüber hinaus bot der Tag dem Schüler die Gelegenheit, sich über die Studienmöglichkeiten an der TUHH zu informieren: „Ich habe herausgefunden, dass ein duales Studium definitiv für mich infrage kommt, da man dann während des Studiums arbeiten kann.“ Auf die Frage, ob er schon eine Idee habe, wo er einmal studieren möchte, grinst Ensan und sagt: „An der TUHH – zu hundert Prozent.“

Der robotik@TUHH-Stand gab derweil einen Schnupperkurs zu drei verschiedenen Robotermodellen. Den mobilen Robomaster sowie dessen kleineres Pendant BitBot konnten Besuchende sogar selbst fahren. Beim stationären LEGO Spike Prime ließ sich hingegen beobachten, wie der Roboter einen Zauberwürfel löst. Für eine Schülerin war besonders der offene Trial-and-Error Modus in der Robotikforschung aufschlussreich: „Ich finde es interessant, dass die Technik noch nicht ganz ausgereift ist und dass da immer Neues hinzukommt.“

Beim Stand der DLR (Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt) School Labs konnte man mittels eines Flugsimulators sogar in die Rolle eines Piloten schlüpfen. Vor drei Bildschirmen, mit Steuerknüppel und Pedalen, bekamen die Jugendlichen eine gute Vorstellung davon, wie es sich im Cockpit eines echten Flugzeugs anfühlen muss. Die meisten Probepiloten stürzen während des fünfminütigen Flugs jedoch ab, so Marvin Uke vom School Lab, besonders häufig während der herausfordernden Landung. Schüler Luis Wörner landete nach seinem fünfminütigen Ausflug mit einer Propellermaschine jedoch sicher. Ihn hatte der Simulator vollends überzeugt: „Hat auf jeden Fall Spaß gemacht, die Simulation ist sehr realistisch und professionell gehalten“, so sein Urteil. Die Flugzeuge als Ingenieur selber entwerfen möchte Luis aber nicht: „Ich möchte lieber Pilot werden“, sagte er. Seine Leidenschaft fürs Fliegen hat der MINT Experience Day jedenfalls weiter beflügelt.

Der gesamte Tag wurde in Form eines Rallyeformats organisiert, bei dem sich die Jugendlichen von jedem besuchten Stand einen Stempel abholen konnten. Das sollte dazu motivieren, aktiv Fragen zu stellen, Experimente auszuprobieren und sich mit Auszubildenden, Studierenden und Fachleuten auszutauschen. Auf diese Weise soll auch der Grundstein für künftige Praktika und Ausbildungsplätze gelegt werden.

Ina Klose, Projektmanagerin von NachwuchsCampus, freute sich über den großen Andrang: „Wir als Organisatoren des MINT Experience Days freuen uns besonders, dass unser Konzept Jahr für Jahr für einen regen Austausch zwischen den Unternehmen, der TUHH und den potentiellen Nachwuchskräften und Studierenden sorgt und die Veranstaltung zunehmend mehr Zuspruch findet – sowohl bei Unternehmen als auch bei Schüler*innen über das NachwuchsCampus-Projekt hinaus.“

Auch die Horst Busch Gruppe aus Harburg war mit einem Stand dabei.