Götz Anft vom Gymnasium Am Kattenberge Buchholz (GAK), Bundessieger bei „Jugend forscht“ für sein innovatives 3-D-Druckverfahren. Foto: Stiftung Jugend forscht e.V.
Götz Anft vom Gymnasium Am Kattenberge Buchholz (GAK), Bundessieger bei „Jugend forscht“ für sein innovatives 3-D-Druckverfahren. Foto: Stiftung Jugend forscht e.V.
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Buchholzer GAK-Schüler Götz Anft wird Bundessieger bei „Jugend forscht“

Buchholz - Das hat in der 52-jährigen Geschichte des Gymnasiums Am Kattenberge Buchholz (GAK) vorher noch niemand geschafft: Götz Anft aus dem aktuellen Abiturjahrgang des GAK ist am Wochenende Bundessieger im Wettbewerb „Jugend forscht“ geworden.

Mit seinem Thema „Feuchtigkeitsfalle im 3D-Druck“ hat er die starke Konkurrenz aus allen anderen Bundesländern im Fachgebiet „Arbeitswelt“ hinter sich gelassen.

Das von ihm entwickelte Trocknungsverfahren sorgt dafür, dass das Filament – also das Material, das vom 3D-Drucker verarbeitet wird – kurz vor und insbesondere während des Druckprozesses getrocknet wird, um den Einfluss von Feuchtigkeit im 3D-Druckfilament zu reduzieren. Dadurch wird die Druckqualität signifikant verbessert, während gleichzeitig der Zeitaufwand sinkt und die Filamenttrocknung insgesamt anwenderfreundlicher wird.

Götz´ Konzept hatte die Bundesjury bei der 61. Auflage des Wettbewerbs restlos überzeugt, die, so die offizielle Laudatio, von „seinem besonderen Ideenreichtum, seinem konzeptionellen Vorgehen und den breiten Einsatzmöglichkeiten seiner Entwicklung“ absolut begeistert war. Ein weltmeisterliches Lob für den Jesteburger in Herzogenaurach, wo sich nebenan die deutsche Fußball-Nationalelf auf die WM vorbereitete.

Der Lohn für den Bundessieg: Götz war in der „tagesschau“, bekommt 2.500 Euro Preisgeld und die begehrte „Jugend forscht“-Anstecknadel, die ausschließlich an Bundessieger vergeben wird.

Der 19-jährige selbst war von den vier Tagen Ende Mai in Bayern vollkommen erfüllt: „Ich hatte ehrlich gesagt nicht mit dem Sieg gerechnet, da es so viele andere Projekte auf höchstem Niveau gab. So viele andere junge Forscherinnen und Forscher kennenzulernen und sich auszutauschen, so viel Begeisterung für Forschung und Technik zu erleben, das werde ich nie vergessen. Vor allem, wie aufregend es ist, vor so einem großen Publikum mit über 1.000 Zuschauern zu stehen!“

Auch das Rahmenprogramm hatte es in sich. So stand außer diversen Gala-Abendessen ein Besuch bei adidas auf dem Programm. Persönliche Gratulationen gab es dann auch von Bundesbildungsministerin Karin Prien, Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann - und natürlich auch von GAK-Lehrer André Gand, der mit vor Ort war, weil er Götz Anft bei seinen Projekten schon lange betreut.

Wenn das Abitur Ende Juni endgültig erledigt ist und Götz vom GAK offiziell „entlassen“ wird, ist der Nachwuchsforscher erst einmal mit der Zukunftswerkstatt Buchholz, die ihn ebenfalls schon lange unterstützt, auf der Ideen-Expo. Im kommenden Jahr will er dann ein Maschinenbaustudium beginnen.

Und im Herbst dieses Jahres hat er noch einen ganz besonderen Termin: Dann darf er nämlich nach Berlin reisen und sein innovatives 3D-Druck-Konzept Bundeskanzler Friedrich Merz persönlich vorstellen.