Appelbüttel - Seit 30 Jahren ist Hannelore „Hanne“ Gögel, geborene Kämpfer, Chefin im Restaurant Eichenhof in Appelbüttel. Bereits zehn Jahre zuvor begann sie im elterlichen Betrieb mitzuarbeiten. Doch am 11. Februar kommenden Jahres ist Schluss. Dann öffnet das Restaurant in der Bremer Straße 320 zum letzten Mal unter ihrer Regie die Pforten.

Der Grund: Die 58-jährige Gastronomin möchte endlich beruflich kürzertreten, um mehr Zeit für sich, ihren Partner und die beiden Enkeltöchter zu haben. Die endgültige Entscheidung zu diesem Schritt traf sie Anfang Dezember. Ihre beiden erwachsenen Töchter gehen einen anderen beruflichen Weg und möchte nicht ihre Nachfolge antreten.

Der Eichenhof befindet sich seit 1755 in Familienbesitz. Zu jener Zeit war er ein großer landwirtschaftlicher Betrieb mit Gaststube. 1972/73 wurde durch den Verkauf der Ländereien an die Stadt Hamburg für den Bau der Autobahn 7 die Landwirtschaft aufgegeben. Lieselotte und Günter Kämpfer bauten ein neues reetgedecktes Fachwerkhaus, das als Restaurant ausgebaut wurde.

„Der Eichenhof wird auch weiterhin im Familienbesitz bleiben“, sagte Hanne Gögel am Sonnabend gegenüber harburg-aktuell. Die gute Nachricht: Ein Nachfolger, der den Eichenhof in ihrem Sinne weiterführt, ist vermutlich bereits gefunden. Hanne Gögel: „Höchstwahrscheinlich bleiben Name und Speisenangebot - auch in Zukunft - unverändert.“

Darüber werden sich vor allem die vielen Gäste freuen, denn im Restaurant herrscht meistens Hochbetrieb. „Dieser Schritt hat nichts mit der Krise oder Corona zu tun. Das ist meine persönliche Entscheidung“, betont Hanne Gögel.  (cb)