Harburg - Ein Baustein für die „Digitale Welt“: Die Technische Universität in Harburg hat ein XR Labor in der Verfahrenstechnik eingeweiht. XR steht dabei für Extended Reality, die Verschmelzung von virtueller und erweiterter Realität.

Dies ermöglicht eine schnellere und detailliertere Realisierung von digitalen Innovationen in der Verfahrenstechnik und ist ein weiterer Baustein zum Aufbau des TU-weiten Campuslabs „Digitale Welt“. Damit leistet das neue Labor einen Beitrag zum Digitalisierungsziel der TU Hamburg. Unterstützt wird die Erstellung des XR Labors vom Dow Werk Stade mit 40.000 Euro.

Durch die Visualisierung von chemischen und biochemischen Prozessen können diese vorab sicher bewertet werden, ohne negative Auswirkungen auf die Umwelt zu riskieren. Das Gleiche gilt für jede Störung oder Fehlbedienung eines Prozesses. Durch den Einsatz des XR Labors wird auch die Anzahl von ressourcenintensiven Experimenten reduziert, was beispielsweise die Entwicklung von veganen Lebensmitteln oder auch neuen Medikamenten und Impfverfahren nachhaltiger gestaltet.

Forscher haben mit dem XR Labor die Möglichkeit, einzelne Prozessschritte oder auch ganze Prozesse zu visualisieren und zu optimieren. Studierende erhalten hingegen frühzeitig in ihrem Studium Zugang zu den Einsatzmöglichkeiten erweiterter Realität und können die Nutzung dieser Technologie in Praktika vertiefen. Auch für Schüler bietet das XR Labor eine erste Anlaufstelle für Experimente im Rahmen des TU-Kompetenzzentrums „Kinderforscher an der TUHH“, was ihr Interesse für ein Studium des Chemie- und Bioingenieurwesens an der TU Hamburg wecken soll. (cb)