Ramelsloh – Die Gemeinde Seevetal sagt Nein zu einer ICE-Neubaustrecke mitten durch die Gemeinde Seevetal: Mehr als 200 Menschen folgten jetzt der Einladung zur dritten Info-Veranstaltung der Gemeinde Seevetal und informierten sich in der Ramelsloher Kirche aus erster Hand über den aktuellen Stand der Planung einer neuen Schnellbahntrasse durch die Gemeinde. Anschaulich stellte Seevetals Bürgermeisterin Emily Weede dar, welche Folgen eine solche Trasse für die Bevölkerung hätte (Foto unten links).

Im Süden der Gemeinde würde die Trasse von Harmstorfer Gebiet aus kommend die Seeve und dann die bestehende Güterumgehungsbahn kreuzen und dann nah an der Bebauung an Ramelsloh vorbei Richtung Brackel geführt werden. Zudem sind in Ramelsloh eine Einfädelung auf die bestehende Gütertrasse und ein Überholbahnhof mit 750 Meter Länge geplant.

Viele der Anwesenden zeigten sich entsetzt über das Ausmaß der Planung. Emily Weede betonte immer wieder, dass es eigentlich Aufgabe der Bahn sei, die Bevölkerung zu informieren.

Erfreut zeigte sich Emily Weede darüber, dass auch Vertreter benachbarter Bürgerinitiativen den Weg nach Ramelsloh fanden: "Wichtig ist es, gemeinsam aufzutreten und der Bahn gemeinsam die Stirn zu bieten." Ebenso wichtig war es ihr, immer wieder darauf hinzuweisen, dass sich die Gemeinde Seevetal nicht einem Ausbau der Verkehrsstrecken entgegenstelle: "Wir verlangen lediglich, dass sich an Beschlüsse, wie sie 2015 im Rahmen des Dialogforums Schiene Nord getroffen worden sind, gehalten wird. Hier setzte ich auch große Hoffnung auf den damaligen Verkehrsminister Olaf Lies und die neue Landesregierung."

Nach den Infoveranstaltungen in Meckelfeld, Karoxbostel und jetzt in Ramelsloh findet wie vorgesehen eine Abschlussveranstaltung in Hittfeld in der Burg Seevetal am Dienstag, 8. November, um 18 Uhr statt. Hier hat dann jeder nochmals die Möglichkeit, sich zu informieren und sich der Seevetaler Bürgerinitiative gegen die ICE-Trasse, die bereits mehrere Tausend Mitglieder hat, anzuschließen.  (cb)