Harburg – Genervte Anwohner und gestresste Autofahrer: Am Wochenende quälte sich wieder die Blechlawine durch Harburg. Wegen der Vollsperrung des Elbtunnels mussten der Verkehr in Richtung Norden bereits sein Freitagabend 22 Uhr über die Nebenstrecken ausweichen. Das war vor allem am Sonnabend zum Start in die Herbstferien für die Autofahrer kein Vergnügen.

Auf den Hauptverkehrsadern Bremer Straße, B73 und Winsener Straße kam es so vor allem am Sonnabend zu langen Staus und Wartezeiten. Wie berichtet mussten die Autofahrer Spätestens an der Ausfahrt Heimfeld die Autobahn verlassen. Viele fuhren aber bereits in Fleestedt und Marmstorf ab oder wichen über das Maschener Kreuz und die A1 aus.

Am Montagmorgen 5 Uhr wurde die Sperrung wie geplant aufgehoben. Wie die Verkehrsleitstelle am Montag mitteilte, läuft der Verkehr auf der A7 wieder störungsfrei. Allerdings konnte das wichtigste Vorhaben der Sperrung nicht abgeschlossen werden.

Der geplante Einbau der neuen Verkehrszeichenbrücke vor dem Elbtunnel in Richtung Norden musste aus technischen Gründen abgebrochen werden. Mit dieser Maßnahme sollte wie berichtet die seit 30 Jahren stehende Signalbrücke ersetzt und die Strecke mit vielen Zusatzfunktionen wie Wechselverkehrszeichen und einer erweiterten technischen Ausstattung zukunftsfähig gemacht werden.

Die neue Verkehrszeichenbrücke sollte ursprünglich auf den bestehenden Stützen aufgebracht werden. Im Verlauf der Montage hatte sich eine Differenz von etwa drei Zentimetern ergeben – genug, um eine sichere Befestigung der neuen Riegel nicht mehr möglich zu machen. Die Ursachen für dieses Delta wird die DEGES in den kommenden Tagen mithilfe neuer Vermessungen ermitteln. (cb)

Autobahndreieck Hamburg-Südwest: Lange Staus und Wartezeiten am Sonnabend Nachmittag. Foto: Christian Bittcher