Harburg – Vor einigen Wochen sind die Harburger Stadtteileltern wie berichtet mit dem Harburger Bürgerpreis ausgezeichnet worden. Jetzt bekamen sie Besuch aus Berlin: Die Berliner Stadtteilmütter waren zu Gast in Harburg, um sich über die Arbeit auszutauschen und sich gegenseitig zu vernetzen.

Die Teamleiterin des Berliner Projekts Hacer Bayram kam mit 14 Stadtteilmüttern aus Berlin angereist. Der Grund: Bei dem Ausflug nach Hamburg stand der Besuch bei einem Hamburger Stadtteilprojekt zur bundesweiten Vernetzung ganz oben auf der Agenda.

Das Angebot der Stadtteilmütter aus Berlin startete 2004 als Pilotprojekt. Schnell wurde klar, dass Berlin mehr von diesem Angebot braucht und weitete sein Konzept aus. „In Hamburg gab die damalige Fachleitung der Inselmütter aus Wilhelmsburg Birgit Trosin vor rund 13 Jahren den Startschuss“, erinnert sich Projektleiterin Demi Akpinar.

2009 wurde in einem kleinen Team gemeinsam mit der Hamburger Sozialbehörde das erste Rahmenkonzept für die Hamburger Elternlotsenprojekte erarbeitet. Akpinar:Heute haben wir in Hamburg 22 Elternlotsenprojekte wozu die Stadtteileltern aus Harburg- Kern und Heimfeld gehören.“

„Der Austausch mit dem Berliner Projekt war nicht nur interessant, sondern hat auch unglaublich viel Spaß gemacht. Dabei haben sowohl die Stadtteileltern aus Harburg als auch die Stadtteilmütter aus Tempelhof gemerkt, dass wir uns alle für die gleiche Sache einsetzen: Familien; besonders mit Migrationsgeschichte, niedrigschwellig zu unterstützen, um das Ankommen in Deutschland und das Leben hier sorgloser zu gestalten“, sagt Demi Akpinar.

Die Stadtteileltern aus Harburg konnten viele neue Ideen für ihre Arbeit mitgeben aber auch Berlin ein paar Anregungen mitgeben. Geplant ist zukünftig ein jährliches Treffen der beiden Projekte, um das Netzwerk Bundesländer übergreifend zu stärken.  (cb)