Harburg – Fast genau zehn Jahre ist es her, da sorgte die Lego-Zeitreise für Furore im Harburger Museum. In der neuen Sonderausstellung, die vom 5. Oktober bis 2. April 2023 gezeigt wird, nehmen Playmobil-Figuren die Besucher mit auf eine Archäologische Zeitreise. "Jetzt wurde es Zeit, mal wieder eine etwas lockere Ausstellung zu machen", sagt Museums-Direktor Rainer-Maria Weiss.

Ab Mittwoch präsentiert das Archäologische Museum am Museumsplatz in Harburg eine Ausstellung der ganz besonderen Art: Deutschlands größte Playmobil-Sammlung ist erstmals in Hamburg zu sehen. Künstler und Playmobil-Sammler Oliver Schaffer verwandelt das Museum dafür in eine fantasievolle Spielzeug-Landschaft, die einen detailreichen Blick in die Vergangenheit ermöglicht.

Die Ausstellung wurde aus 5.000 Playmobil-Figuren und über 50.000 Einzelteilen erbaut. Insgesamt werden 14 fantasievolle Spielzeug-Dioramen zu sehen sein. Sie stammen aus der Sammlung von Oliver Schaffer. 2009 zeigte er einen Teil seiner Sammlung sogar im Pariser Musée des Arts décoratifs im Westflügel des weltberühmten Louvre.

Der Hamburger Künstler hat seit seiner Kindheit über 300.000 Playmobil-Figuren und 1.000.000 Einzelteile zusammengetragen und baute daraus diese einzigartige Ausstellung individuell und eigens für das Archäologische Museum Hamburg vor Ort auf. Und nicht nur Schauen ist erlaubt: Für Kinder ist ein Playmobil-Spielbereich eingerichtet.

Große und kleine Besucher können darin auf Zeitreise gehen: Angefangen von den Dinosauriern über die Römerzeit bis zum Mittelalter wird die Vergangenheit mit Playmobil zu neuem Leben erweckt. Und natürlich darf auch gespielt werden.

Playmobil ist Kult: Das beliebte Spielzeug ist seit seiner Markteinführung im Jahr 1974 aus den Kinderzimmern nicht mehr wegzudenken. Die stets lächelnden Figuren mit ihren vielen fantasievollen Details und unzähligen Accessoires regen nicht nur Kinder zum kreativen Gestalten an, sondern machen auch aus vielen Erwachsenen begeisterte Sammler.

Die kleinen Kunststoff-Knirpse sind ab dem 5. Oktober im Archäologischen Museum Hamburg in unterschiedlichen Spielwelten zu sehen: Die Besucher können in fremde, fantastische und auch historische Welten eintauchen, wie in die Steinzeit, die Römerzeit und in das Mittelalter. Auch einzelne Exponate der Museums-Sammlung, wie die Hammaburg werden in der Ausstellung aufgegriffen und als Miniatur in Szene gesetzt.

So können die Besucher zum Beispiel Playmobil-Archäologen bei einer Ausgrabung beobachten und mehr über die Arbeit der Archäologen erfahren. Sogar die legendäre Hammaburg, Keimzelle und Namensgeberin der Stadt Hamburg, wird in einer eigenen Ausstellungsstation zu sehen sein. Auf 300 Quadratmetern Fläche darf man in Kindheitsträumen schwelgen und der Fantasie freien Lauf lassen.

Die Archäologische Zeitreise steht Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr den Besuchern offen. Der Eintritt kostet sechs Euro, ermäßigt vier Euro. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt.  (cb)

Insgesamt werden 14 fantasievolle Spielzeug-Dioramen zu sehen sein. Foto: Christian Bittcher

Die Besucher können in fremde, fantastische und auch historische Welten eintauchen, wie in die Steinzeit, die Römerzeit und in das Mittelalter. Foto: Christian Bittcher