Harburg - Die Absage kam mit einer schwammigen Begründung. Aus "organisatorischen Gründen" müsste die für den 27. September angesetzte Wohnungsbaukonferenz ausfallen. Was die Teilnehmer, darunter Investoren, Projektentwickler, Bauträger oder Fachleute, die bereits zugesagt hatten, nicht erfuhren: Es war eine peinliche Planungspanne, die zu der Absage führte. Offenbar hatte niemand daran gedacht, dass am selben Tag auch die Bezirksversammlung tagt.

Dort sind leitende Mitarbeiter der Verwaltung, wie Bezirksamtsleiterin Sophie Fredenhagen, aber auch sämtliche Abgeordnete gebunden. Sie hätten wegen der Terminkollision nicht an der "moderierten Themenrunde" teilnehmen können und hatten auch nicht die "Ergebnisse aus den Themen-Räumen" erfahren. Zu guter Letzt wäre auch für die zu dem Zeitpunkt in der Bezirksversammlung sitzenden Verwaltungsmitarbeiter und Politiker der "Abendimbiss", wie es in dem extra für den Termin produzierten sechsseitigen Flyer für die Wohnungsbaukonferenz steht, ausgefallen.

"Peinlich" nennt Ralf-Dieter Fischer, Fraktionsvorsitzender der CDU, die Absage. Immerhin ist Wohnungsbau eines der wichtigsten, wenn nicht das wichtigste Thema im Bezirk. Offenbar hatte niemand bei den Planungen bemerkt, dass die von 14 Uhr bis 20 Uhr angesetzte Wohnungsbaukonferenz zeitweise mit der Sitzung der Bezirksversammlung kollidiert.

Nun soll es einen neuen Termin für die Konferenz geben. Aus der Politik hieß es, dass sie kurz vor Weihnachten stattfinden soll. zv