Harburg – Nachwachsende Rohstoffe für Chemie, Medizin und Lebensmitteltechnologie: Fünf Tage lang ist die TU Hamburg Gastgeber für den 10. Internationalen Biokatalyse-Kongress gewesen. Mehr als 370 Teilnehmer aus Wissenschaft und Industrie sind aus über 33 Nationen nach Harburg gereist, um ihre aktuellen Forschungsergebnisse zu präsentieren und diskutieren.

Die TU Hamburg ist bereits zum zehnten Mal Gastgeber der alle zwei Jahre stattfindenden „biocat“. Die Biokatalyse ist das zentrale Forschungsfeld der wissensbasierten Bioökonomie und eine der vordringlichen Technologien, um den Klimawandel aktiv zu bekämpfen.

Die vielfältigen Anwendungsbereiche und Ziele innerhalb des interdisziplinären Forschungsgebietes umfassen die Bereitstellung von hochwertigen Produkten aus nachwachsenden Rohstoffen, die in der Chemie, Medizin oder Lebensmitteltechnologie eingesetzt werden, wie auch in niedrigpreisigen Großchemikalien für Alltagsprodukte.

Auch eine Versorgung mit sauberer und umweltfreundlicher Energie ist ein zentrales Thema innerhalb der Biotechnologie. Hier werden neue biotechnologische Verfahren unter Integration von Strom oder auch Licht als Energieträger vorgestellt und wissenschaftlich diskutiert. Im Zentrum der Forschungsarbeiten stehen die von Bakterien und Pilzen produzierten Enzyme (Biokatalysatoren), die in der Zelle spezifische Stoffwechselreaktionen beschleunigen oder diese überhaupt erst ermöglichen und in der akademischen Forschung sowie industriellen Anwendung für vielfältige Prozesse eingesetzt werden.

„Die biocat-Konferenzen an der TU Hamburg sind in den letzten Jahren zu einer der wichtigsten internationalen Treffpunkte der Biotechnologen geworden“, sagte Professor Garabed Antranikian, Konferenzleiter der biocat. (cb)

Musikalischer Höhepunkt bei der Kongress-Eröffnung im Audimax der TUHH war der Auftritt von Gospeltrain. Foto: TUHH/Christian Bittcher