Eißendorf – Doppelevent an der Elisabeth-Lange-Schule: Auf dem Programm stand vor einigen Tagen die Verleihung der Auszeichnung „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ und ein kultureller Nachmittag, an dem die Schüler zeigen konnten, was sie im künstlerischen Bereich erarbeitet haben.

Die Idee zum kulturellen Nachmittag gab es schon lange, wegen den Corona-Einschränkungen fand er erst jetzt statt und präsentierte die Wahlpflichtkurse Musik des 10. und 11. Jahrgangs, die Big Band, den Theaterkurs aus der 7.Klasse und das "English Theatre" aus der Projektschiene 7/8. Dazu gab es Ergebnisse aus dem Kunstunterricht zu sehen.

Auch der Chor der 5. Klassen präsentierte sich mit 120 Schülern beeindruckend, er konnte erst seit zwei Monaten gemeinsam proben. Ebenfalls überzeugte das „English-Theatre“-Projekt des 7. und 8. Jahrgangs, das von Herrn von Lonski und Frau Krause geleitet wird. Das Publikum war nicht nur von der Menge an Text beeindruckt, dem schauspielerischen Talent, sondern eben auch davon, dass alles auf Englisch gespielt wurde.

Ein weiterer Höhepunkt des Nachmittags war die Überreichung der Auszeichnung „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage.“ Schule ohne Rassismus/Schule mit Courage ist ein bundesweites Netzwerk, gegründet 1995, von Schülern, die sich an ihrer Schule sowie in ihrem schulischen Umfeld klar gegen Rassismus und für einen respektvollen Umgang miteinander einsetzen. Eine Schule des Netzwerks kann nur werden, wenn sich neben den engagierten Schülern 70 Prozent der Schulgemeinschaft entscheiden, diesen Weg zu gehen und dem Netzwerk beizutreten.

Sie verpflichten sich damit, mindestens einmal im Jahr eine Aktion rund um die Themen wie Rassismus, Antisemitismus und Homophobie zu organisieren, sich in Courage zu üben und mutig für eine bessere Gesellschaft für alle einzutreten. Die Elisabeth-Lange-Schule ist die 53. Schule in Hamburg. Sie ist neben der Goethe-Schule und dem Alexander-von-Humboldt-Gymnasium die dritte Schule in Harburg, die sich auf den Weg macht, Rassismus entschieden entgegenzutreten.

Überreicht wurde die Urkunde von dem Projektpaten Ewane Makia, einem Hamburger Musiker, Produzenten und Rapper. Ewane Makia betonte in seiner Rede: „Ich habe in frühester Kindheit schon Ausgrenzung wegen meiner schwarzen Herkunft am eigenen Leib erfahren und freue mich, Teil dieses Projektes an der Elisabeth-Lange-Schule zu sein, die für Mut, Herz und Toleranz eintritt.“ (cb)