Harburg – Nach zwei Jahren Corona-Pause feierte das Harburger Binnenhafenfest an diesem Wochenende ein gelungenes Comeback: Wetter, Stimmung und Gäste – es passte einfach alles gut zusammen.

Insgesamt lockte das maritime Event an den beiden Tagen nach Schätzung der Veranstalter gut 15.000 Besucher in den Binnenhafen und die feierten ein friedliches Fest, das auch laut Polizei ohne nennenswerte Zwischenfälle ablief. Standbetreiber und Veranstalter waren zufrieden, und auch die meisten Besucher, darunter viele Familien mit Kindern, fühlten sich pudelwohl.

Aber natürlich wurde auch genörgelt:  Zu wenig los, zu klein, kein Alkohol, keine Partystimmung. Natürlich war es nicht mehr das Hafenfest wie vor einigen Jahren, als Riesenrad, Rockbühne und Partystimmung die Veranstaltung auszeichneten.

Aber man muss wissen, was man will – und genau dieses Fest wollten die Hafenfestmacher Kulturwerkstatt, Museumshafen und Yachtclub Hansa auf die Beine stellen. „Familienprogramm statt Remmidemmi“ lautete das neue Motto.

„Wir sind vollkommen zufrieden. Es war ein schönes Fest mit der richtigen Größe“, sagte etwa Torsten Schlage, Geschäftsführer beim HTB. Der Sportverein war Kooperationspartner des Festes begeisterte vor allem die jungen Fest-Besucher mit vielen Aktionen im Rahmen des Kinderprogramms am Kanalplatz.

So war es ein Fest mit hohem Entspannungsfaktor und wenig Kommerz. Unschlagbar waren die Preise: Wurst vom Grill für 3 Euro, Pizza 2 Euro und einen Euro für ein Erfrischungsgetränk- da konnte man nicht meckern.

„Die Standbetreiber und Vereine waren zufrieden. An einigen Ständen wurde sogar das Bastelmaterial für die Kinder knapp. Viele Besucher kamen auch aus anderen Hamburger Stadtteilen zu unserem Fest nach Harburg“, sagte Martina Siebert, Sprecherin der Organisatoren, gegenüber harburg-aktuell. Außerdem betonte Sie: „Bei der Stempelregatta für Kinder wurden gut 850 Stempelkarten ausgeben. Das ist ein neuer Rekord.“  (cb)

Schottenröcke auf der Waggonbühne: Die Baltic Scots heizten am Sonntag ein. Foto: Christian Bittcher

Am NABU-Stand von Günter Lach und Marianne Kristen gab es viel unter dem Mikroskop zu entdecken. Foto: Christian Bittcher

Die Mitglieder der Marinekameradschaft standen dieses Mal etwas abseits am Yachtclub Hansa und waren darüber nicht wirklich glücklich. Foto: Christian Bittcher

Freuten sich über das gelungene Binnenhafenfest: Die Künstler und Musiker Johannes Kirchberg (links) und Werner Pfeifer. Foto: Christian Bittcher

Immer gut besucht: Der Stand der Flüchtlinge aus der Ukraine an dem Speisen und Getränke verkauft wurden. Foto: Christian Bittcher