Harburg - Das Wetter hätte nicht besser sein können, die Nachwuchs-Kicker und Vereins-Verantwortlichen des Harburger Sport-Clubs strahlten mit der Sonne um die Wette. Der Grund: Seit kurzem können die 15 Fußball-Mannschaften des HSC auf dem nagelneuen Sportplatz Rabenstein trainieren. Nach 18-monatiger Bauzeit wurde der Kunstrasenplatz in Marmstorf in Betrieb genommen. Die Sparkasse Harburg-Buxtehude brachte als Begrüßungsgeschenk einen Sack mit Trainingsbällen mit.

Das Fußball-Großspielfeld ist etwa 64 Meter breit und 100 Meter lang. Daneben gibt es, ebenfalls mit Kunstrasen belegt, eine sogenannte Bewegungsfläche in den Maßen eines Handballfeldes (20 x 40 Meter). Dort können die jüngsten Juniorenteams Punktspiele austragen und Senioren trainieren. „Wir können sehr zufrieden sein“, sagt schon jetzt ohne Einschränkung der HSC-Vorsitzende Thorsten Hrdina.

Der Harburger SC ist nach seiner Aussage dabei, sich neu zu finden und den Fußball nach schwierigen Jahren wiederaufzubauen. Auch wenn das Aushängeschild die in der Bezirksliga spielende erste Herrenmannschaft ist, legt der HSC den Fokus auf den Jugendfußball. „Wir haben einige sehr engagierte Jugendtrainer, die Anzahl an Mannschaften hat sich mehr als verdoppelt.“ 15 Mannschaften, neun Jugend- und sechs Erwachsenenteams, befinden sich im Spielbetrieb.

Dass der traditionsreiche, aber in die Jahre gekommene Sportplatz Rabenstein ertüchtigt werden konnte, hängt mit einem ganz anderen Projekt zusammen. In Eißendorf hatte die Projektgesellschaft Lichtenauerweg GbR, bestehend aus der Sparkasse Harburg-Buxtehude und der May-Gruppe aus Itzehoe, das Grundstück einer ehemaligen Sportanlage erworben, um etwa 200 Wohnungen zu bauen. Auf diesem war der 2017 aufgelöste Sportverein Rot-Gelb Harburg zu Hause.

Eine Voraussetzung für die Zustimmung des Bezirksamtes zu diesem Wohnungsbauprojekt war, dass für den abgängigen Platz am Lichtenauerweg an anderer Stelle ein neuer Sportplatz geschaffen oder eine bestehende Anlage ertüchtigt wird. Rund 1,2 Millionen Euro hat die Projektgesellschaft für die Umwandlung des Naturrasenplatzes in einen Kunststoffrasenplatz aufgewendet.

Eigentümerin des Grundstücks am Rabenstein ist die Stadt Hamburg, sie stellt es dem Harburger SC auf Grundlage des Sportrahmenvertrages zur Verfügung. „Wir sind Nutzer des Geländes und dafür verantwortlich“, sagte Thorsten Hrdina, der seit Herbst 2020 den 1200 Mitglieder großen Sportclub als Vorsitzender führt. Zweifelsohne weiß er, dass auch andere Harburger Vereine das Gelände gut hätten gebrauchen können. #

Sophia Aßmann, Leiterin des Sparkassen-Beratungscenters in Harburg und selbst leidenschaftliche Sportlerin, freut sich insbesondere über die neuen Möglichkeiten für die Kinder und Jugendlichen. „Gerade nach der langen Corona-Zeit sind Bewegung und Mannschaftssport für Kinder so wichtig. Als Sparkasse fördern wir generell den Jugendsport beziehungsweise Vereine, die sich in der Nachwuchsarbeit engagieren.“

Natürlich wird es auch noch eine offizielle Eröffnungsfeier geben – und zwar am Sonntag, 3. Juli. Der Tag beginnt am Vormittag mit einem Jugendturnier. Um 17 Uhr absolviert die erste Herrenmannschaft, in der abgelaufenen Saison Tabellendritter der Bezirksliga, ein Freundschaftsspiel gegen den mehrfachen und aktuellen Oberligameister TuS Dassendorf. Der Eintritt ist frei, damit möglichst viele Interessierte den Weg auf das neue Sportgelände Rabenstein finden. (cb)