Hausbruch - Was für ein Happy End. Fast drei Monate war Mischlingshund "Leya" auf Wanderschaft. Jetzt ist die fünfjährige Hündin wohlbehalten zurück bei ihrem Herrchen in Neunkirchen-Seelscheid in der Nähe von Köln. Gefunden wurde "Leya" jetzt am Hardauring in Hausbruch.

Es sind rund 400 Kilometer Luftline, die das Haus ihres Herrchen und den Hardauring trennen. Am 15. Februar hatte sich "Leya" in Neunkirchen-Seelscheid auf die Tour gemacht. Heimlich. Ihr Herrchen schaltete die Tiersuchhilfe Rhein-Sieg/Oberberg ein. Die konnte tatsächlich die Wanderschaft der Hündin verfolgen. Im März tauchte "Leya" im Bereich Olpe auf. Das sind knapp 50 Kilometer von ihrem "Wohnort" entfernt. Für Jenny Seidt von der Tiersuchhilfe ist das eine Entfernung, die abgängige Hunde durchaus schon mal zurücklegen.

Doch "Leya" wanderte weiter in Richtung Norden. "Vermutlich hat sie sich irgendwann an der Autobahn orientiert", glaubt Seidt. Ende April tauchte "Leya" im Raum Finkenwerder auf. "Vermutlich hat die Elbe sie gestoppt", sagt Seidt. "Sonst wäre sie wohl weiter Richtung Norden gelaufen."

Am Sonntag konnte "Leya" in Hausbruch entdeckt und eingefangen werden. Doch sie entwischte wieder. Am Montagmorgen nahm eine Frau die Hündin am Hardauring an die Leine und rief die Polizei. Die schaltete das Tierheim Neu Wulmstorf ein. Von dort wurde "Leya" bereits am Mittag vom Team der Tiersuchhilfe abgeholt. Am Abend war sie wieder in Neunkirchen-Seelscheid.

"Wir sind alle froh, das die Hündin das überlebt hat", sagt Seidt. Und das in sehr gutem Zustand. "Hunde brauchen drei Dinge", sagt die Frau von der Tiersuchhilfe. "Fressen, Trinken und einen sicheren Schlafplatz." Beim Fressen sind die Hunde erfinderisch. Mal plündern sie einen Napf mit Katzenfutter, dann machen sie sich über Restaurantabfälle her. "Trinken finden sie immer", weiß Seidt. Das ein Hund aber eine solche Strecke wie "Leya" zurück legte, hatte sie noch nie. Das sei absolut ungewöhnlich. zv