Harburg - SPD und Grüne haben Geld avisiert, um tatsächlich das Gewölbe im Harburger Schloss im Binnenhafen zu sanieren, damit dort die Dauerausstellung der Stadtgeschichte des Harburger Museums einziehen kann. Insgesamt 1,46 Millionen sollen bereit gestellt werden, damit die Statik stimmt.

Ursprünglich war geplant worden, dass die Ausstellung bereits 2018, dann 2021 eröffnen könne. Doch die Kosten waren gestiegen, weil mehr historische Bausubstanz in dem in Teilen auf 1440 datierte Gewölbe vorhanden ist und das Denkmalschutzamt deren Erhalt einforderte.

"Wir legen los, sobald die Finanzierung gesichert ist", sagt Museumsdirektor Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss. Er geht davon aus, dass die Ausstellung dann Ende 2024, Anfang 2025 eröffnen kann.

Der Großteil des Geldes für die Arbeiten soll aus dem Sanierungsfund Hamburg 2030 kommen. 400.000 Euro sollen aus dem investiven Quartierfonds zur Verfügung gestellt werden.

Anekdote am Rande: Mehrere Medien, darunter Hamburger, druckten stumpf die Agenturfassung zu dem Thema ab. Die war bebildert. Allerdings zeigte das Foto nicht die Reste des Harburger Schlosses im Binnenhafen, sondern die Burg Harburg in Schwaben, eine umfangreiche mittelalterlich und gut erhaltene Anlage, die  über der gleichnamigen Stadt Harburg an der Wörnitz thront. Und keiner hat es gemerkt. zv