Ehestorf - Hochzeitsfotografien, Portraits oder Aufnahmen von Familienfeiern - Fotografen waren auch früher bei wichtigen Ereignissen im Leben dabei. In der "Königsberger Straße" im Freilichtmuseum am Kiekeberg wird der Traditions-Fotoladen Böhmer/Kofler aus Winsen wieder aufgebaut, wie er in den 1960er und 1970er Jahren dort stand.

Dazu sucht das Museum jetzt professionelle Fotoaufnahmen aus dem Atelier - und gern auch die Geschichten hinter den Erinnerungsstücken. Kunden des Winsener Fotoladens (und ihre Nachfahren) schicken ihre Erinnerungsstücke als Scan oder abfotografiert an Nicole Naumann an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder melden sich vorab telefonisch unter der (0 40) 79 01 76-30.

Bereits 1948 eröffnete Johann Böhmer seinen Fotoladen in Winsen. Er spezialisierte sich vor allem auf Portrait- und Hochzeitsfotografien. Ab 1975 führte Bernd Kofler dann das Atelier in der Marktstraße 27.

Nicole Naumann ist Kuratorin des neuen Fotoladens am Kiekeberg und erklärt: "Der Fotoladen in Winsen schloss erst 2013 seine Türen. Für viele Menschen aus Winsen und der Region war er die erste Anlaufstelle für Hochzeits- und Portraitfotografien. Johann Böhmer und Bernd Kofler sind deshalb mit ihren Arbeiten in vielen Familienalben präsent." Die Kiekeberger Kuratorin möchte Besucher in die Zeit der analogen Fotografie zurückversetzen und den Laden einrichten, wie er in den 1960ern und 1970ern in Winsen stand. "Daher bitten wir alle aus der Region Winsen: Schauen Sie einmal in Ihre alten Fotoalben. Mit Ihren Familienbildern und Portraits aus dieser Zeit schaffen wir eine besondere Einrichtung im Museum."

Die "Königsberger Straße" zeigt die Geschichte der Nachkriegszeit in der Region. Bereits eingerichtet sind eine 1950er-Jahre-Tankstelle, eine Ausstellung und das Quelle-Fertighaus aus Winsen. Hier zeigt sich, wie verwoben Geschichte ist: "Auch Gisela Gröll, die ehemalige Bewohnerin unseres Quelle-Fertighauses, ging zu Bernd Kofler, um Passfotos machen zu lassen", erklärt Kuratorin Nicole Naumann.  (cb)