Harburg - Wer mit Aktien handelt, kann schnell Geld verdienen, es aber auch genauso schnell wieder verlieren. Diese Erfahrung haben knapp 600 Schüler aus dem Süden Hamburgs gemacht, die sich am Planspiel Börse der Sparkasse Harburg-Buxtehude beteiligt haben. Am 28. Januar endete Deutschlands größtes Börsenplanspiel, am Mittwoch ehrte die Sparkasse ihre Siegerteams im Rahmen einer digitalen Siegerehrung. Als Gewinner der 39. Spielrunde gingen die Spielteams der Schule Maretstraße in Harburg und des Gymnasiums Salzhausen hervor.

17 Wochen lang haben die „Nachwuchs-Börsianer“ mit einem virtuellen Startkapital von 50.000 Euro reale Börsenkurse gehandelt. Trotz hoher Inflationsraten, Lieferengpässen und Unternehmenspleiten schlossen die Börsen mit Jahresgewinn im Leitindex ab. Darüber freuten sich auch die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Planspiel Börse der Sparkassen. Anders als in den Jahren zuvor jedoch markierte das Ende des Jahres nicht gleichzeitig das Ende des Planspiels Börse. Der Spielzeitraum war von 10 auf 17 Wochen verlängert worden. So war es den Teams möglich, ihre Anlagestrategie noch länger zu verfolgen. Zugleich mussten sie aber die Talfahrt der Kurse im Januar verkraften.

Mit unterschiedlichsten Anlagestrategien verfolgten die Spielgruppen das Ziel, ihr Kapital bestmöglich zu vermehren. Sie setzten vor allem auf die US-Riesen Tesla, Amazon sowie Apple und investierten branchenübergreifend auch in Pharma- und Luftfahrtkonzerne. Zu den Gewinnern gehörten aber auch deutsche Unternehmen wie der benachbarte Kupferproduzent Aurubis, die Baumarktkette Hornbach oder das Bergbauunternehmen K+S AG.

Aus dem Geschäftsgebiet der Sparkasse Harburg-Buxtehude hatten 15 weiterführende Schulen stolze 191 Spielteams an den Start geschickt. „Es ist schön zu sehen, dass das Planspiel Börse solch guten Anklang findet und an manchen Schulen mittlerweile zum festen Bestandteil des Unterrichts gehört. Auf diese Weise lässt sich beispielsweise das Fach PWG (Politik, Wirtschaft, Gesellschaft) sehr praxisnah gestalten. Unserer Sparkasse ist es eben auch ein Anliegen, mit dem Planspiel Börse einen Beitrag zur finanziellen Bildung zu leisten“, sagt Martin Münninghoff, Individualkundenberater der Sparkasse Harburg-Buxtehude. Er betreut seit vielen Jahren die Spielgruppen in Harburg.

Zum Spielende setzte sich, wie schon im vergangenen Jahr, ein Schülerteam der Schule Maretstraße in Harburg gegen die Konkurrenz durch. Die „Harburger Gang“ avancierte mit einem Depotwert von 56.601,25 Euro zum Titelverteidiger in der Gesamtwertung und durfte sich über 400 Euro Siegprämie freuen. Aber nicht nur dass: Die Spielgruppe wurde in Niedersachen hervorragender Vierter und landete deutschlandweit auf Platz 32. Das ist besonders hervorzuheben, da deutschlandweit rund 98.000 Schüler, Studierende, Azubis und junge Erwachsene am Planspiel Börse der Sparkassen teilnahmen. Niedersachsenweit waren es immerhin 7.500 Spielteilnehmer.

Auf den weiteren Plätzen folgten das „Team KuKu“ des Albert-Einstein-Gymnasiums Buchholz mit einem Depotwert von 53.862,36 Euro und das Team „Alles oder Nix“ von der Oberschule Neu Wulmstorf mit einem Depotwert von 53.340,43 Euro. Diese beiden Spielteams erhielten 300 beziehungsweise 200 Euro Preisgeld.  (cb)