Harburg – Er wurde nur 23 Jahre alt: Vor 77 Jahren - am 29. Januar 1945 - wurde der Harburger Widerstandskämpfer Hans Leipelt im Gefängnis München-Stadelheim mit dem Fallbeil hingerichtet, wie vor ihm die Geschwister Scholl, Christoph Probst, Alexander Schmorell, Kurt Huber und Willi Graf.

„Sie alle haben mit bewundernswertem Mut für die Menschenrechte gekämpft, die die demokratische Grundordnung der Bundesrepublik bilden, und ihren Widerstand   gegen Unrecht und Gewalt mit dem Leben bezahlt. Die Rechtsgrundlagen, die uns heute vor Willkür und Gewalt schützen, sind aber nicht selbstverständlich. Sie werden von vielen Seiten bedroht. Wir müssen wachsam sein wie eh und je und den Anfängen einer schleichenden Zerstörung wehren“, mahnte Klaus Möller von der Initiative Gedenken in Harburg anlässlich des Todestags des Chemiestunden der in Harburg und Wilhelmsburg aufgewachsen war und nach dem die Leipeltstraße in Wilhelmsburg benannt ist.

Außerdem sagt Klaus Möller: „Der Aufruf der Weißen Rose hat auch nach 80 Jahren nichts von seiner Aktualität verloren. Deshalb ist es wichtig, das Vermächtnis der Geden`Weißen Rose´ in lebendiger Erinnerung zu behalten und sich zu vergewissern, was diese Männer und Frauen gesagt und getan haben."

Mitglieder der Weiße Rose Stiftung legten auch in diesem Jahr am 29. Januar an dem Massengrab, in dem über 40 Hingerichtete auf dem Friedhof Perlacher Forst in München-Obergiesing vor 77 Jahren begraben wurden, im Gedenken einen Kranz nieder. (cb)